Die "Breschnjew Doktrin" sei tot, und die Länder des Warschauer Paktes seien nicht mehr von militärischer Linien Korrektur durch das ZK der KP der UdSSR bedroht - so haben wir es vor längerer Zeit aus Moskau erfahren. Seither plagte jeden Westler die Frage: Was kommt statt dessen? Jetzt ist es klar. Der Sprecher des Außenministeriums, Gennadi Gerassimow, erklärte, man verfolge nun die "Frank Sinatra Doktrin". FrankieBoy habe gesungen "l did it my way", und so dürfe jedes Land dieser Erde nun den eigenen Weg gehen. An die Stelle eines Reagan Feindes tritt also ein deklarierter Reagan Freund, was die Internaverleitete, die Internationale werde der gute "Old Blue Eyes" für Gorbatschow aber nicht singen. In diesem Sinne begleiten den Paukisten Gerassimow und seinen Dirigenten nicht nur die besten Wünsche, sondern auch die Hoffnung, daß das Liebäugeln mit Musik Doktrinen nicht aufs Glatteis oder gar in die Katastrophe führt. Die aktuelle und letztgültige Version von "I did it my way" singt nämlich ein Mann namens Sid Vicious.

Das Gemunkel um Sinatras Freunde von der Mafia in Ehren, aber Sid Vicious ging in den späten siebziger Jahren wirklich seinen Weg, auf dem er wahrscheinlich im Rausch seine Freundin umbrachte und wenig später an einer Überdosis Heroin starb, mit 21 Jahren. Sid Vicious war Bassist der britischen Punk Gruppe Sex Pistols. Das politische System, von dem sie bei ihren Auftritten am liebsten sangen, war die "Anarchy".

Besuche in Italien oder Frankreich bergen — bei allem Reiz von Küche und Klima — ein gewisses Risiko: Latent droht die Gefahr, des geliebten Automobils im Ganzen oder doch wenigstens in wesentlichen Teilen verlustig zu gehen.

Urlauber an Cote und Adria, solchermaßen beklaut, bleibt in ihrem Schmerz meist nur der Trost, mit heiler Haut davon gekommen zu sein. Ein nicht zu unterschätzender Gesichtspunkt, dem nun auch Die neue Ärztliche (Allgemeine Zeitung für Klinik und Praxis) Aufmerksamkeit schenkt. Ausgehend von der Erkenntnis, "auch Kriminelle haben den Urlauber längst für sich entdeckt", konsultierte das Blatt einen Experten, HansJoachim Schneider, Kriminologie Professor aus Münster. Was ist zu tun, wenn man als Tourist unter die Räuber fällt?

Der Professor rät: "Neutrale Haltung einnehmen, so tun, als sei man nicht gemeint, auf keinen Fall Opferhaltung einnehmen oder den Täter wie einen tollen Hund behandeln "