Die Köpfe der „Sieben Götter des Glücks“ wurden in gußeisernen Kuchenformen hergestellt, ein Sandteiggebäck aus einer kleinen Fabrik im japanischen Nihombashi. Das Photo stammt aus dem Bildband „Japan – Kultur des Essens“, der in der Kollektion Rolf Heyne (Wilhelm Heyne Verlag, München; 98,–DM) erschienen ist, einem ästhetischen Meisterwerk. Die Photos von Reinhart Wolf, die Texte von Angela Terzani und das edel gestaltete Layout von Vilim Vasata wirken auf harmonische Weise zusammen und ergänzen einander ebenbürtig. Was Harmonie und Ästhetik für das Lebensgefühl der Japaner bedeuten, ist Europäern nur schwer zu vermitteln – hier aber gelingt es vorzüglich, weil alle, die an dem Band beteiligt waren, über eine profunde Kenntnis des Landes verfügen und sich ihm nicht nur während flüchtiger Besuche angenähert haben. Das Vorwort stammt von dem Schweizer Schriftsteller Adolf Muschg, der vorübergehend als Gastprofessor auch in Tokio gelehrt hat. R. N.