Internationaler lesbischer Volleyball?“ überlegt die Kollegin der SFB-Sportredaktion. „Nee, also da weeß ick jetzt doch nich.“

Sie könne sich zwar an zwei schwule Volleyballgruppen erinnern, aber ob die international auftreten könnten – immerhin seien die ja nicht richtig anerkannt, weil die Statuten die Aufnahme von heterosexuellen Mitgliedern verbiete, „und det jeht ja nich, ick meene, normale Volleyballvereine schließen ja ooch keene Schwulen aus, nich?“

Das leuchtet ein, und erstaunt registriere ich pragmatische Gerechtigkeit in einer Szene, die ich bislang, ganz mit Churchill, borniert abgelehnt hatte.

Nun hatte dieses Gespräch zwar mein Vorurteil gegen den Sport gelockert, mich aber auf der Suche nach dem in der taz annoncierten „internationalen lesbischen Volleyball“ keinen Schritt weitergebracht.

Wo, um alles in Berlin, spielen sie denn?

Meine Freundin Ruth fällt mir ein. Als ehemalige Frauenliebhaberin und Kennerin der Szene muß sie mir weiterhelfen können; sie organisiert gerade einen Workshop, in dem Frauen sich selbst als eine von sieben griechischen Göttinnen entdecken können...

„Hach, Volleyball!“ schreit Ruth begeistert auf. „Weißt du eigentlich, daß ich mal Vize-Bezirksmeisterin war, also, mit meiner Frauenschaft natürlich; Volleyball und Tennis sind doch die traditionellen Lesbensportarten.“