Insgesamt positiv gestimmt sieht die Deutsche Bundesbank der wirtschaftlichen Entwicklung in diesem Jahr entgegen. Anzeichen, die auf ein Nachlassen der guten Konjunktur hindeuten, erkennen die Frankfurter Währungshüter nicht.

Ein nach wie vor wachsames Auge haben sie allerdings auf die Preisentwicklung – auch wenn sie im jüngsten Monatsbericht das "verhältnismäßig ruhige Preisklima" hervorheben. Keinen Zweifel lassen die Bundesbanker gleichwohl daran, daß sie jederzeit bereit sind, mit ihrem Instrumentarium entschlossen Inflationstendenzen entgegenzuwirken.

Vorsorglich mahnen sie die öffentlichen Hände, die üppig sprudelnden Steuergelder nicht gleich mit vollen Händen wieder auszugeben. Dies, so fürchten die Geldexperten, könnte die stabilitätspolitischen Risiken verstärken. Denn schon durch die Steuerreform und den damit verbundenen höheren Konsum werde ein zusätzlicher, expansiver Nachfrageschub ausgelöst.

Der Rat der Währungshüter an die Politiker: Statt die Ausgaben zu erhöhen, sollten die Verantwortlichen die Struktur der Ausgaben ändern. Zu besonderer Zurückhaltung mahnt die Bundesbank die öffentlichen Hände bei den Bauaktivitäten.

mhf.