Seit ferne Reisen und ausländische Küche en vogue sind, wächst die Lust, sich zu Hause selbst an exotischen Gerichten zu versuchen, zumal dann, wenn man auf fremden Märkten Zutaten und Gewürze für besondere Gerichte eingekauft hat. Daß diese Experimente zunächst nur nach erprobten Rezepten gelingen, haben die Kochbuch-Verlage gemerkt. Und da sie wissen, daß sich aufwendig illustrierte Bücher als Geschenk eignen, ist die Auswahl nicht eben gering.

Zu den repräsentativ gestalteten und in Großformat aufgelegten Büchern gehört „Asien – eine kulinarische Reise“ (von Jacki Passmore; Christian Verlag, München; 256 S., 98,– DM). Das Buch will mehr als eine anregend bebilderte Rezeptsammlung sein. Die Autorin bemüht sich, dem Leser in erläuternden Texten das kulinarische Erbe asiatischer Länder näherzubringen. Da wird nicht an Kartenmaterial und Aufnahmen von Land und Leuten gespart. So macht es denn auch Spaß, in dem Band zu blättern und zu lesen, nur – praktisch ist er nicht: Niemand wird solch ein Prachtstück während des Kochens den zwangsläufigen Küchenkleckereien aussetzen. Bleibt also nur, die gewünschten Rezepte vorher zu photokopieren – ein umständliches Unterfangen.

Dabei war dieses Problem bei der ehemals hochgeschätzten Reihe der Time-Life-Kochbücher bereits vorbildlich gelöst. Alle Rezepte fanden die Hobbyköche noch einmal in einem beigegebenen Ringbuch vor, mit dem sie sorglos zwischen Topf und Tiegel hantieren konnten.

Nicht zufriedenstellend ist auch das Glossar. Da wäre es wünschenswert, Neulingen etwas mehr Hilfe angedeihen zu lassen und ihnen bei einigen exotischen Ingredienzen, wie beispielsweise bei Kokosmilch, zu sagen, wo und in welcher Form man sie kaufen oder wie man sie durch ein anderes Produkt ersetzen kann.

Zuletzt ist in dieser Reihe ein Italien-Band erschienen (Herausgeberin Lorenza de’ Medici; Christian Verlag, München 1989; 256 S., 98,– DM).

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