Japan hat wieder einmal die Nase vorn. Toyota, der größte Automobilhersteller aus Fernost und nach General Motors und Ford die Nummer drei in der Welt, ist allen Konkurrenten auf einem wichtigen Terrain mindestens für eine Weile davongefahren. Als erste schafften es die Toyota-Entwickler nämlich, ein Auto serienreif zu machen, das zwei bisher als unvereinbar geltende Eigenschaften aufweist: sauber und sparsam.

Obwohl mit einem geregelten Drei-Wege-Kat ausgerüstet und damit abgasarm nach US-Norm, vermeidet das auf dem Genfer Autosalon in der kommenden Woche vorgestellte Modell Carina den angeblich zwangsläufigen Katalysatornachteil – den höheren Benzinverbrauch, der nach einer Faustformel etwa einen Liter auf hundert Kilometer beträgt.

Toyota schaffte den Durchbruch mit komplizierter Elektronik und einer neuen Abgassonde im Auspuff. Sie erlaubt es, auf die bisherige Regel für Autos mit Drei-Wege-Kat zu verzichten: Luft und Benzin müssen nicht regelmäßig im festen Verhältnis von 14,7: 1 an den Motor verfüttert werden. Es geht auch teilweise mit mageren Gemischverhältnissen von mehr als 1 : 20 – und das macht die Benzineinsparung.

Toyota brüstet sich folgerichtig damit, das umweltfreundlichste Auto auf den Markt gebracht zu haben. Die Begründung: Wer weniger Benzin verbrennt, bläst auch weniger vom Klimagift Kohlendioxid in die Luft, denn das filtert noch kein Kat aus den Abgasen.

Schon bald konnte der Streit zwischen dem Hamburger Springer-Verlag und dem Münchner Filmhandler Leo Kirch ein überraschendes Ende finden – jedenfalls dann, wenn man der Gerüchteküche glaubt. Danach nämlich soll Springer-Chef und Kirch-Intimfeind Peter Tamm sich Ende des Jahres zurückziehen. Als heißer Tip für die Tamm-Nachfolge wird Werner E. Klatten, der Chef des Mainzer Privatsenders Sat 1, gehandelt. Klatten aber gilt als Kirch-Mann, da er von dessen Anwalt Jochen Theye nach Mainz geholt worden ist. "Das Gerücht ist ohne jeglichen Hintergrund", beteuert Klatten. Und der Sprecher des Springer-Verlages, Heiner Bremer, dementiert entschieden Rückzugsabsichten von Peter Tamm. Doch wer weiß. Vielleicht bewahrheitet sich schließlich der Spruch: Wo Rauch ist, ist auch Feuer.

Die fahnchenschwingenden Demonstranten für die deutsche Einheit in der DDR haben ganz nebenbei auch für die bessere Auslastung westdeutscher Fahnendruckereien gesorgt. Doch wie genau sich die deutsche Vereinigungseuphorie in den Auftragsbuchern hiesiger Fahnenproduzenten niederschlägt, bleibt selbst den Herstellern ein Geheimnis. Beim Branchenfuhrer, der Bonner Fahnenfabrik, weiß man nur, daß viele West-Parteien Fähnchen und Flaggen geordert und wohl "rubergeschickt" haben.

Vom einig Vaterland jedenfalls erhoffen sich die West-Produzenten keinen neuen Auftragsschub, denn ausgerechnet in der Fahnenbranche der DDR herrscht keine Mangelwirtschaft. Und produktionstechnisch bereitet die Umstellung vom Ost- aufs West-Muster keine Schwierigkeiten. Ob das schwarzrotgoldene Tuch mit oder ohne Zirkelemblem gefertigt wird, so Wilfried Skupch von der Bonner Fahnenfabrik, "spielt keine Rolle".