Statt zu Fuß oder im Bus durch verstopfte Straßen von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit zu pilgern, können Touristen in London, Paris und Amsterdam im Wasser-Linienbus auf Sightseeing-Tour gehen.

Geradewegs durch das Herz der britischen Metropole schippern die „Busse“ der London Thames Line: Nur knapp dreißig Minuten braucht der Wasserbus-Flitzer auf der Themse beispielsweise für die Linienfahrt von Charing Cross über die Docklands nach Greenwich. Die Passagiere haben währenddessen Muße, en passant Tower, Tower Bridge und Inns of Court auszumachen. In Richtung New Chelsea Harbour dagegen sind am Themseufer unter anderem Houses of Parliament, Lambeth Palace sowie Battersea Power Station auszumachen. Insgesamt neun Anlegestationen werden angelaufen, allesamt in der Nähe zu weiteren Sehenswürdigkeiten gelegen. Zur Hauptverkehrszeit fahren die Busboote alle zwanzig Minuten, ansonsten alle dreißig Minuten. Je nach Länge der Strecke sind zwischen einem und vier Pfund (etwa 2,90 bis 11,60 Mark) zu zahlen. Auskunft gibt’s unter der Telephonnummer 00441/376 36 76 oder bei der Britischen Zentrale für Tourismus, Taunusstraße 52-60, 6000 Frankfurt 1, Tel. 069/23 80 70.

Batobus heißen die Schiffe, die fünf Wasserstationen an der Seine miteinander verbinden. Die Boote fahren vom 1. Mai bis zum 30. September täglich im Linienverkehr zwischen 10 und 20 Uhr. Von den Anlegern aus können Touristen beispielsweise den Eiffelturm (Port de la Bourdonnais), die Tuilerien (Port de Solferino), das Musée du Louvre (Quai Malaquais), Notre Dame (Quai de Montebello) sowie das Centre Georges Pompidou (Quai de l’Hôtel de Ville) bequem erreichen. Ein Fahrschein kostet 30 Franc (rund 10 Mark), die Tagesfahrkarte 70 Franc (rund 23 Mark); Kinder unter zwölf Jahren zahlen die Hälfte. Auskunft: Französisches Verkehrsbüro, Postfach 10 01 28, 6000 Frankfurt, Tel. 069/756 08 30.

Eine Wasser-Buslinie wurde auch auf den Amsterdamer Grachten eingerichtet: Zwei „Busboote“, Canal Bus genannt, bringen während des ganzen Jahres Touristen über die Wasserstraßen der niederländischen Metropole. Sie verkehren im Dreiviertelstundentakt zwischen dem Hauptbahnhof, dem Rijksmuseum und drei weiteren Anlegern. Die Tageskarte kostet 12,50 Gulden (rund 11,20 Mark). Wer möchte, kann auch das „Museumsboot“ besteigen, das etwa zwanzig Museen ansteuert. Für die Tageskarte werden 12 Gulden (rund 11 Mark) berechnet. Auskunft: Niederländisches Büro für Tourismus, Laurenzplatz 1-3, 5000 Köln 1, Tel. 0221/23 62 62. H.L.