Wer den festen Boden der Erde verläßt, wird entmündigt. Er heißt dann bei den Fluggesellschaften ein Pax.

Die Dan Air sollte am 26. Februar 14.35 Uhr von Fuerteventura starten, um 20.30 Uhr in Berlin-Tegel zu landen. Sie kam jedoch erst einen Tag später an. Und das ging so:

Daß die Reisenden schon 12.30 Uhr am Hotel in ihre Busse verladen wurden und dann doch erst 15.15 Uhr starteten – davon reden wir schon gar nicht mehr, das machen sie schon lange so mit uns Entmündigten.

Dann jedoch fing der Alptraum an. Der Kapitän, wie immer um unser Verständnis bittend: „Unglücklicherweise ist unser Radar auf dem Hinflug nach Fuerteventura kaputtgegangen. Wir haben in London ein neues bestellt. Das lassen wir uns in Madrid einbauen. Es gibt also leider eine Zwischenlandung in Madrid.“

Der Pilot erwies sich, hier wie später, als ein Meister der Flugkunst. Völlig glatt und ohne Rumpier landete die Boeing 727 18.40 Uhr (eine Stunde Zeitverschiebung!) in Madrid.

Dort die Stewardeß: „Das kleine Problem wird möglicherweise schnell behoben sein. Bitte halten Sie sich in der Halle bereit, bis Sie aufgerufen werden.“

Die Paxe hielten sich in der Halle bereit, zweieinhalb Stunden lang. Niemand wußte etwas. Von niemandem war etwas zu erfahren. Endlich wurde aufgerufen, auf spanisch: Passagiere der Dan Air 5743 an Bord! Wer das Spanische nicht beherrschte, konnte es auf der Fluganzeigetafel lesen, da stand es: Dan Air 5743, Abflug 21.30 Uhr – nach Strasbourg! Inzwischen jedoch wollten alle nur endlich weg, und sei es nach Straßburg.