Das Pfund Sterling ist wieder einmal auf dem Weg nach unten. Inflationsängste lasten auf der Währung. Das hohe Defizit in der Leistungsbilanz bessert sich nur langsam. Die Konjunktur flaut ab. Stetiges Wachstum bei fallender Inflation hat Frau Thatcher den Briten versprochen. Kompetenz bei der Steuerung der Wirtschaft war ihr hoher Anspruch. Nun wird sie gewogen und zu leicht befunden.

Normalerweise verliert eine Regierung nach der Wahl an Popularität. Aber ein Rückstand um neunzehn Prozent hinter der Labour Party, wie die jüngste Meinungsumfrage zeigt, ist für die Konservativen ein höchst unangenehmer negativer Rekord. Die Regierung erhält die Quittung für die Inflation von fast acht Prozent und die hohen Hypothekenzinsen, und sie spürt den Zorn von Millionen Briten, die nach der Reform der Gemeindesteuer mehr zahlen müssen.

Die Regierung ist bedenklich ins Schlingern geraten. Mühsam versucht sie, mit ihrer Wirtschaftspolitik wieder auf Kurs zu kommen. „Schmerzhafte Anpassungen“ sind notwendig, wie das jetzt so häufig gehörte Schlagwort lautet. Derweil zittern die nervösen Finanzmärkte und mit ihnen das Pfund. wk