Die letzten beißen wieder einmal die Hunde: In diesem Fall sind es Arbeitslose, die schlecht qualifiziert sind und daher ohnehin geringe Chancen auf einen Job haben. Für sie soll offensichtlich die Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt verschärft werden.

Die Nürnberger Bundesanstalt für Arbeit plant derzeit, einen Erlaß zur Zumutbarkeitsanordnung zu ändern. Bislang müssen sich die Arbeitsämter drei Wochen lang bemühen, einen Arbeitslosen in eine Stelle zu vermitteln, die seiner Ausbildung entspricht. Erst anschließend gilt als zumutbar, den Betroffenen Jobs niedrigerer Qualifikationsstufen anzubieten. Diese Drei-Wochen-Frist soll nun vielleicht fallen.

Wenn dann qualifizierte Jobsucher direkt auf Hilfsarbeiter-Jobs vermittelt werden, bleibt zum Beispiel Langzeitarbeitslosen gar keine Hoffnung mehr, eine Nische auf dem Stellenmarkt zu finden. Die neue Regelung wäre aber auch zum Nachteil der qualifizierten Arbeitslosen. Die Arbeitsämter müßten sich erst gar nicht anstrengen, sie angemessen unterzubringen. Qualifikation würde verschenkt. dk