Feuilleton

Eine Landpartie

Bilder einer schweigenden Welt. Riffe, Schluchten, Gebirge, Korallenwälder, riesige und winzige Fische, blaues, schweigendes Licht. Bilder von Jacques Yves Cousteau und Louis Malle.

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DIE ZEIT

Alle Macht dem Präsidenten

Kein Tag im Leben des Michail Sergejewitsch Gorbatschow hat seine Macht und seine Ohnmacht, seinen starken Arm und seine gebundenen Hände, seine durch die Schwäche des Systems befreite und begrenzte Kraft so deutlich gemacht wie der 11.

Der nächste Schritt zur Einheit

Wer die Wahl hat, hat die Qual. Aus dem Kalauer wurde bittere Wahrheit. Zum ersten Mal dürfen die Bürger der DDR am Sonntag frei und geheim ihr Parlament bestimmen.

Zeitspiegel

Amerikas Pferde profitieren als erste von der „Friedens-Dividende“, von der in Washington nach dem Ende des Kalten Krieges so viel die Rede ist.

Ohne jede Angst

Auf Pressekonferenzen wirkt sie eher still: Petra Bläss, Vorsitzende der DDR-Wahlkommission. Sie läßt anderen gern den Vortritt.

Im Grundvertrauen zu den Menschen

Wenn der Einigungsprozeß politisch schwierig wird, dann wird Gorbatschow von den Konservativen in seiner Partei ..." Mitten im Satz bricht Ibrahim Böhme ab.

Hoffen auf das große Geld

In der Bundesrepublik hätte er Mühe, einen mittelgroßen Saal zu füllen, im südlichen Sachsen können weder eisiger Wind noch Regenschauer zwei- bis dreitausend Menschen davon abhalten, auf dem Marktplatz auszuharren, um Klaus Töpfer, dem Bonner Umweltminister, zuzuhören.

Unter die Räder gekommen

Eben noch saß er entspannt zurückgelehnt, die Hände übereinander gekreuzt auf dem Tisch, die Füße weit von sich gestreckt. Nun aber stößt der Kopf bullig nach vorne, die rechte Augenbraue zieht sich beim Blick auf den Frager nach oben, die Füße umklammern, als brauche er mehr Halt, die Stuhlbeine, jedes Wort akzentuiert er mit Handkantenschlägen auf den Tisch.

Helmut der Große

Es ist wie verhext: Ich kann über Kohl kein böses Wort verlieren. Zwar ist mir klar, daß die Leser dieser Kolumne ein Recht auf mindestens vier bissige Kohl-Satiren pro Jahr haben – wer aber nicht bitter enttäuscht werden will, sollte diese Lektüre hier abbrechen.

Ratloses Amerika: Wenn’s doch einen Churchill gäbe...

Wie war es doch vordem mit Supermächten so bequem! Die Struktur der Bipolarität war vorgegeben, alles hatte seinen festen Platz, die Feindbilder waren und blieben überzeugend: dort die Bösen, hier die Guten, jene wollen uns vernichten, wir müssen uns verteidigen.

Poesie statt Programm

Den Schwarzsehern unter den alten Genossen blieb beim Anblick des Kongreßsaales in Bologna wenigstens ein Augentrost: Alles war mehr noch als früher in pures Rot gehüllt – nicht aus Scham, sondern mit dem Stolz derer, die es zwar längst vor dem osteuropäischen Bankrott des Kommunismus besser gewußt und auch gemacht hatten, doch vor der letzten Konsequenz zurückgeschreckt waren.

Machtwechsel in Chile: Den General im Nacken

Mehr als sechzehn Jahre lang regierte General Augusto Pinochet Chile wie einen Kasernenhof. Und nach Meinung des Diktators wurde der Staat am Wochenende besenrein an Patricio Aylwin übergeben.

Regierungskrise in Spanien: Gefahr für González

Als Felipe González vor acht Jahren die absolute Mehrheit für Spaniens Sozialistische Arbeiterpartei gewann, wurde der ehemalige Arbeiteranwalt aus Andalusien als "Moralist an der Macht" gerühmt.

Weltbühne: Deutschstunden

Aufregende Zeiten. Das Telephon steht nicht mehr still, eine Anfrage hier, ein Auftrag da, eine Absprache zwischendurch. Doch eigenartig, selten geht es in diesen Fällen um den nächsten Artikel: Wer zwischen Frankfurt/Main und Frankfurt/Oder interessiert sich in diesen ereignisreichen Tagen schon für das stille Frankreich? Angerufen wird mehr aus der französischen Nachbarschaft.

Bonner Bühne: Nur noch drüben

Die Kollegen schreiben darüber ja schon seit langem. Dennoch, wer nach einigen Wochen nach Bonn zurückkehrt, kennt sich nicht mehr aus.

Wem gehört die DDR?

Mit dem Verfall des politischen Systems steht die sozialistische Eigentumsordnung zur Disposition

Der Geist von Bonn

Die Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (KSZE), die in den nächsten drei Wochen in der Bundeshauptstadt zu Gast ist, wird gewiß nicht das, was der Bonner Wirtschaftsminister Helmut Haussmann in ihr sieht: „das wichtigste Wirtschaftstreffen aller Zeiten“.

Start aus dem Nichts

Die neuen DDR-Parteien konnten ihre Wirtschaftsprogramme nur mit Bonner Hilfe formulieren

Optiker: Verblendet

Norbert Blüms Gesundheitsreform treibt seltsame Blüten. Im vergangenen Jahr hat der Minister die Festbeträge für Brillen drastisch gesenkt.

EG-Währungsunion: Spannend

Eine spannende Phase beginnt in Europa. Kommt es zu einer schnelleren Euro-Währungsunion? Wie versprochen, hat die EG-Kommission Anfang der Woche ihren noch vertraulichen Bericht zur Wirtschafts- und Währungsunion fertiggestellt, der die Regierungskonferenz vorbereitet.

Leipzig: "Auf fremdem Parkett"

Die Stunde Null ist schon vorbei in Leipzig. Hier in der Fußgängerzone Grimmaische Straße hatten vor einem Jahr, am Montag nach Eröffnung der Frühjahrsmesse 1989, ein paar hundert Leute die Präsenz ausländischer Medien zu einer der ersten illegalen Montagsdemonstrationen genutzt.

Automobilindustrie: Alles fest im Griff

Man könne "mit dem Automobilbau große Politik machen", hat Dieter Voigt schon länger gewußt, "besonders in der DDR". Nicht nur der Generaldirektor des Trabant-Herstellers VEB Ifa-Kombinat Personenkraftwagen in Karl-Marx-Stadt hat diese Chance gerade genutzt, auch die Spitzenmanager der drei umsatzstärksten westdeutschen Autokonzerne – Mercedes, Volkswagen und Opel.

Europäische Entwicklungsbank: Akt der Emanzipation

Die französische Europadiplomatie steuert auf einen bemerkenswerten Erfolg zu: Voraussichtlich im April werden die Verhandlungen über die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) abgeschlossen.

Europa, Japan – sonst nichts

Die Szene spielte im Juli vergangenen Jahres, Schauplatz war die neue Pariser Arche de l’Humanité, gegeben wurde das Stück „Die sieben Mächtigen beraten die Geschicke der Welt“.

Jeder jagt jeden

Im gnadenlosen Technikwettlauf der Computerindustrie bleiben viele Unternehmen auf der Strecke

Markt-Report: Wechselbäder vor der Wahl

Daß sich gegenwärtig auf dem deutschen Aktienmarkt keine klare Linie durchsetzen kann, überrascht nicht. Auch in New York und Tokio kommt es zu ständigen Schwankungen.

Bank und Börse: Hart für Häuslebauer

Von einem Crash sprechen Frankfurter Rentenhändler, rückblickend auf die ersten beiden Februarwochen: Die Rendite festverzinslicher Wertpapiere kletterte auf ein neues Rekordniveau von mehr als neun Prozent, und die Kurse der bereits ausgegebenen Papiere hatten analog dazu starke Verluste zu verzeichnen.

Manager und Märkte

RTLplus: Feilschen um Fußballrechte Hüls: Zwilling im Osten Bayerische Landesbank: Rüge vom Richter

Neue Rekorde

Der Export der Bundesrepublik erreicht von Monat zu Monat neue Rekordvolumen. Im Januar stiegen die Ausfuhren gegenüber dem Vorjahresmonat um 10,9 Prozent auf 55,9 Milliarden Mark.

Neuerscheinungen

Die Bedeutung der Kommunikation für Wirtschaft und Gesellschaft. Vierteljahresschrift für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte, Beihefte Nr.

Das Frühjahr 1945: Als die Städte starben

Du warst wie ein Altar, / der Tag und Nacht brannte, / und deine Kirchen lagen da / wie offne Weihgefäße" – so besang Gertrud von le Fort das schöne, alte Würzburg, das am Abend des 16.

Billy Graham betet am Reichstag: Auch ich bin ein Berliner

Wenn die Reiche zerfallen, dann naht erfahrungsgemäß die Stunde des Predigers. Billy Graham, der Evangelist aus North Carolina, hat neuerdings eine Adresse in Berlin-Neukölln, und das Büro „Billy Graham Berlin 90“ veranstaltet in beiden Teilen der Stadt missionarische Gesprächsrunden.

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