Rund drei Monate wäre der Leser unterwegs, würde er alle Museen in West-Berlin aufsuchen und jedem Haus einen Tag widmen. Über achtzig öffentliche Sammlungen führt die zweite, aktualisierte Auflage von „Museen in Berlin“, Prestel-Verlag (360 Seiten, 28,– DM), auf. Neben den alphabetisch geordneten (Abgußsammlungen antiker Plastik bis Zucker-Museum), finden sich im Nachtrag Kuriositäten wie das Gaslaternen-Freilichtmuseum oder das „Spinnboden-Archiv – zur Entdeckung und Bewahrung von Frauenliebe“ in Wedding. Adressen, Verkehrsverbindungen, Öffnungszeiten, Beschreibung der Sammlung, der Bibliothek sowie der Publikationen stehen stichwortartig vor den kurzen Artikeln über die Sammlungsgeschichte, Baugeschichte, Ausstellungsgeschichte oder auch die Sammlungsbestände. Wichtige, im Museum befindliche Kunstwerke werden erläutert, in guten Farbabdrucken wiedergegeben, ergänzt durch die Lebensdaten der Meister und ihre historische Relevanz. Zwei Stadtpläne im Einband, auf denen die Museen eingezeichnet sind, helfen bei der Orientierung. „Museen in Berlin“ – ein übersichtlicher, hochwertiger und handlicher Helfer beim kulturellen Bummel durch die deutsch-deutsche Stadt! D. C.