Der 1940 in Thüringen geborene Bankfachmann hat eine eindrucksvolle Karriere hinter sich. 1954 begann er als Lehrling bei der Deutschen Notenbank, der Vorläuferin der heutigen Staatsbank der DDR. Bereits 1967 avancierte er zum Bankdirektor: In Schwedt an der Oder half er mit, das Petrochemische Zentrum aufzubauen. Damals, erinnert sich Most, sei er der einzige Filialleiter in Europa gewesen, der in Filzstiefeln und Wattejacke arbeitete. Denn zu Beginn war „seine“ Bank nichts anderes als eine unbeheizte Holzbaracke inmitten einer riesigen Baustelle. 1975 ging er dann als Sektorenleiter nach Berlin in die Zentrale der Staatsbank. Schon in den sechziger Jahren hatte Edgar Most mit internationalen Firmen in Schwedt zu tun, als er über die Finanzierung von industriellen Großprojekten verhandelte. Neben seinem Beruf studierte Most an der Berliner Humboldt-Universität und erwarb den Titel eines Diplom-Ökonomen. Erst Anfang dieses Jahres wurde Most zum Ersten Vizepräsidenten der Staatsbank der DDR ernannt – jetzt übernimmt er die Leitung der neugegründeten Deutschen Kreditbank.