Südtirol ist trotz schmerzender Bausünden und schleichender alpiner Umweltkatastrophen noch immer eine der schönsten Regionen Europas, und hier zu wandern könnte ein Vergnügen sein. Ach, wären sie doch nur rigoroser, die Südtiroler, und sperrten Pässe, Straßen, Wege für den Autoverkehr. Viele der 3,4 Millionen Gäste, die jährlich kommen, würden es ihnen sicher danken. Leitfaden für die Fußgänger ist der Führer:

  • Ursula und Wolfgang Eckert:

Südtirol. Richtig wandern

DuMont, Köln 1989; 151 S., 29,80 DM

Von den rund tausend markierten Wanderwegen haben die Autoren 25 abwechslungsreiche und mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichende herausgesucht und beschrieben, „möglichst fair“ in der Verteilung, um dem ganzen Land gerecht zu werden.

Vorbildlich sind die Karten, übersichtlich die formalisierten Kurzangaben, detailreich die Wegbeschreibungen mit Exkursionen auch in die reiche Kunst- und Kulturgeschichte Südtirols.

Die Emilia-Romagna ist eine Region, die von deutschen Touristen, sieht man von den wichtigsten Städten und der Adriaküste einmal ab, noch vergleichsweise wenig entdeckt ist. Sie zieht sich nördlich der Toskana fast quer durch den oberen Stiefelansatz. Piacenza, Bologna, Parma, Ferrara, Ravenna sind einige der Höhepunkte, langweilig dagegen ist der Blick aus dem Auto auf die flache Po-Ebene mit den endlosen Pappelalleen und schnurgeraden Kanälen, den landwirtschaftlich intensiv genutzten Flächen.