Der Aufschwung ist im achten Jahr, und die Zahl der Beschäftigten steigt – doch die Klienten der Arbeitsämter werden kaum weniger. Zwar ist es 1989 über sieben Monate hinweg gelungen, die Zahl der Jobsuchenden unter zwei Millionen zu drücken, im Schnitt blieb sie jedoch weiterhin über dieser Schwelle. 58,7 Milliarden Mark hat das die Volkswirtschaft gekostet, immerhin 2,5 Prozent des Bruttosozialproduktes. Dabei entfiel der größere Teile dieser Summe auf die Einnahmen, die dem Staat entgingen – weil zum Beispiel Arbeitslose keine Lohnsteuer zahlen und weniger Geld für den Alltagskonsum übrig haben, so daß auch das Umsatzsteueraufkommen geringer ausfällt. Jeder einzelne Arbeitslose kostet nach dieser Rechnung im Jahr 29 000 Mark. Und die Umsätze, die der privaten Wirtschaft entgehen, sind darin noch nicht enthalten.