Importierte Autos, so scheint es, können nur schwer einen Platz auf der Liste der fünfzehn hierzulande beliebtesten Modelle erobern. Der Fiat Uno, gerade neu überarbeitet, hat es nach beinahe einjähriger Abwesenheit wieder einmal geschafft; auf Rang 14 steht er ganz knapp vor dem Polo, dem kleinsten Volkswagen. Der Schein trügt allerdings. Denn der Uno ist, was nur wenige Autokäufer wissen, keineswegs der einzige Importwagen auf der Bestseller-Liste. Alle Ford Sierras für den deutschen Markt beispielsweise kommen aus dem belgischen Werk Genk, ein Teil der Fiestas aus Spanien. Konkurrent Opel läßt sämtliche Kleinwagen vom Typ Corsa – diesmal nur auf Rang 17 gelandet – im spanischen Saragossa fertigen. Weil diese Art Importautos in der Zulassungsstatistik nicht als „Ausländer“ erscheinen, wird die deutsche Einfuhrquote stets zu gering angesetzt – derzeit bei 33 Prozent. Tatsächlich sind es 38 Prozent.