Im Anschluß an die Bonner Kohlerunde vom August 1989 erteilte die Bundesregierung den Auftrag, eine Perspektive für die deutsche Steinkohle nach 1995, also nach Auslaufen des Jahrhundertvertrags zwischen Bergbau und Elektrizitätswirtschaft, auszuarbeiten. Eine Kommission unter Leitung von Professor Paul Mikat nahm die Arbeit im Oktober vergangenen Jahres auf und lieferte nun ihren Bericht ab. Bundeswirtschaftsminister Helmut Haussmann hatte auf Vorschlag des Bundeskanzlers außer Mikat weitere neun Mitglieder in die Kommission berufen:

Friedhelm Gieske, Vorstandsvorsitzender des Rheinisch-Westfälischen Elektrizitätswerks (RWE), Jochen Holzer, Vorstandsvorsitzender des Bayernwerks, Werner Klumpp, ehemaliger Landesvorsitzender der FDP im Saarland, Steffen Lorenz, Vorstandssprecher der Gilde-Brauerei in Hannover und Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes der Energie-Abnehmer, Hans Matthöfer, ehemaliger SPD-Bundesfinanzminister, Heinz Reintges, früher Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Gesamtverbandes des deutschen Steinkohlenbergbaus, Adolf Schmidt, früher Vorsitzender der IG Bergbau und Energie, Professor Dieter Schmitt, Energiewirtschaftler, und Manfred Schüler, einst Kanzleramtsminister bei Helmut Schmidt und heute Vorstandssprecher der bundeseigenen Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).