Daß die Produkte bundesdeutscher Unternehmen im Ausland begehrte Waren sind, liegt angesichts der beständig steigenden Ausfuhren auf der Hand. Im vergangenen Jahr gingen deutsche Exporte für rund 641 Milliarden Mark über die Grenze. Interessant ist, daß fast die Hälfte der Exporte, knapp 48 Prozent, auf nur fünf Länder entfielen, nämlich Frankreich, Italien, Großbritannien, die Niederlande und die Vereinigten Staaten.

Das zeigt, wie eng die wirtschaftlichen Verflechtungen zwischen den Industriestaaten mittlerweile geworden sind. Dieser Eindruck verstärkt sich, wenn man einen Blick auf die Importe in die Bundesrepublik wirft. Auch da liegen diese Staaten an der Spitze und haben einen Anteil von knapp 46 Prozent an den gesamten Einfuhren von 507 Milliarden Mark (1989).

An dieser Konstellation dürfte sich in absehbarer Zeit nur wenig ändern, der Außenhandel bleibt zum großen Teil eine interne Veranstaltung der Industrieländer. Zwar können die aufstrebenden Staaten in Südostasien und auch einige osteuropäische Länder stolze Zuwachsraten im Außenhandel mit der Bundesrepublik vorweisen, aber das freilich auf einer vergleichsweise sehr niedrigen Basis.

bm