Ein Emigrant erinnert sich an seine Jugend in Berlin zu Beginn der dreißiger Jahre

Von Manfred Rexin

Bald achtzigjährig lebt in der Nahe von New York ein deutscher Emigrant, dessen Name häufig dann genannt wird, wenn von Illusionen und Irrtümern die Rede ist: Er war Vorsitzender der SAJ, der Sozialistischen Arbeiterjugend, in Groß-Berlin, zugleich besoldeter Jugendsekretär der SPD in der Reichshauptstadt, ein junger Mann des linken Flugeis der Partei, der mit seinem engeren Freundeskreis früh Vorbereitungen für die Zeit der Illegalität unter der Herrschaft des braunen Regimes getroffen hatte und deshalb noch im April 1933 aus der SPD ausgeschlossen wurde. Er hat seine Erinnerungen an eine proletarische Kindheit am Prenzlauer Berg und an sieben aufregende Jahre in der Berliner SAJ aufgezeichnet:

  • Erich R. Schmidt:

Meine Jugend in Groß-Berlin

Triumph und Tragödie der Arbeiterbewegung;

Donat Verlag, Bremen; 181 S., 32,– DM