Das Fräulein Weissmann ist ein schönes, melancholisches spätes Mädchen. Es wartet auf sein Glück, wartet und wartet. Erst der Seemann aus Schanghai kann das blasse Fräulein aus dem Schlaf rütteln und macht eine späte Seemannsbraut aus ihr. Immertreu und klaglos wartet sie auch auf ihn. Aber keine Wiederkehr im Herbst. Nur die kleinen Lieder des Buchfinken und das Schnurren der blauen Katzen... Zu Benno Pludras ironischer Elegie in Reimen hat Regine Röder anmutige Traumbilder entworfen: pastellfarben, sanft und adagio, Satire, Nostalgie, Wehmut – poetisch angerührt und im Schatten von Ahornbäumchen zu lesen.