Immer wenn arbeitslose Lehrer und andere qualifizierte Akademiker ausbildungsgerechte Arbeitsplätze fordern, so daß sie anwenden können, was sie gelernt haben, fällt Dr. Günter P. erschrocken ein: Wenn das die Soldaten auch verlangen würden!? Millionen von Soldaten rund um die Erde, die endlich tun wollen, was sie gelernt haben: kämpfen und schießen und Bomben werfen und Nuklearwaffen zünden!

"Das wollen die gar nicht", meint Kollegin S.

"Qui desirat pacem, praeparet bellum", sagt der ältere Kollege M. "Nur weil sie immer tapfer geübt haben, was sie nie tun durften, brauchten unsere Soldaten nicht zu tun, was sie geübt haben."

"Klar", sagt Direktionsassistent Dr. Günter P. und steuert das Brainstorming in der Europäischen Managemant und Marketing-Agentur (EMMA) auf das aktuelle Problem zu, "aber jetzt ändert sich zwischen Ost und West die Feindlage zur Freundlage. Damit ändert sich auch die psychologische Situation der Soldaten. Bisher haben sie für einen Krieg geübt, weil wir den Frieden wollten. Wenn wir nun den Frieden haben, wofür sollen sie dann noch üben?"

"Helm ab zum Umschulen", sagt Kollege R.

"Zu was?"

"Aus Stahlhelmen", erinnert sich Kollege M., "haben wir nach dem letzten Krieg dann Kochtöpfe gemacht."