Wenn es trotzdem zu einer Panne kommt, sind die neunzehn ADAC-Auslandsstützpunkte am besten telephonisch zu erreichen. Fünf Stationen (Athen, Barcelona, Belgrad, Paris und Rom) sind das ganze Jahr über besetzt: montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr. Die übrigen Stützpunkte sind zwischen Juni und September montags bis samstags zwischen 9 und 17 Uhr aufnahmebereit. Wer auf Nummer Sicher gehen will: Der Münchner ADAC-Auslandsnotruf (Tel. 22 22 22) ist rund um die Uhr besetzt.

Jedes ADAC-Mitglied kann sich an die Notrufzentralen wenden. Finanzielle Hilfe wird allerdings nur den mittlerweile rund 3,8 Millionen Schutzbrief-Inhabern gewährt. Die Hilfe im Rahmen des Euro-Schutzbriefes (60,10 Mark) reicht von der Autoreparatur übers Abschleppen oder den Leihwagen bis zum Krankenrücktransport und Kredit. Der Euro-Schutzbrief gilt in ganz Europa und in den Anliegerstaaten des Mittelmeeres.

ADAC-Vorstandsmitglied Georg Wörle räumt ein: "Häufig stehen wir auch Nichtmitgliedern mit Rat und Tat zur Seite. In ernsteren Fällen können wir mit unseren guten Kontakten im Ausland eine schnellere Hilfe ermöglichen."

Ein weißer Fleck in puncto Auslands-Notrufstationen bleibt allerdings Osteuropa: Als Test wird der ADAC in diesem Sommer in Ungarn eine Station in Betrieb nehmen.

Ein Problem werden die Notrufstationen jedoch auch in Zukunft nicht lösen können: Viele der hilfesuchenden Urlauber wissen bei ihrem Anruf nicht, wo sie sind: "Wir finden jeden. Doch bei der Suche geht oft wertvolle Zeit verloren", weiß Peter Cleves aus Erfahrung. Er rät deshalb: Bereits beim Anruf sollte man eine genaue Ortsbeschreibung vor sich haben.

Peter Hinze