Der Blick auf die jüngsten Handelsstatistiken dürfte Weltökonomen erfreuen. Sowohl in der Bundesrepublik als auch in Japan weisen die Zahlen einen Rückgang der Exporte aus. Mit einem Minus von 7,1 Prozent ist die japanische Ausfuhr im Vergleich zum selben Vorjahreswert allerdings noch deutlicher gesunken als die bundesdeutsche mit minus 1,9 Prozent.

Erheblich gestiegen sind demgegenüber die Einfuhren der Japaner. Mit 17,5 Milliarden Dollar übertrafen sie im April den Vorjahreswert um 16,6 Prozent. Entsprechend sank der japanische Handelsbilanzsaldo um 10,8 Prozent. Auch die Bundesdeutschen haben im April 2,8 Prozent mehr Waren importiert als ein Jahr zuvor. Aufgrund der gegenläufigen Tendenz bei Ein- und Ausfuhren hat sich dementsprechend der Handelsbilanzsaldo leicht um 0,8 Prozent auf 26,4 reduziert.

Noch stärker gesunken ist der Leistungsbilanzsaldo, der mit 20,5 Milliarden Dollar um 2,9 Prozent niedriger ausfiel als vor einem Jahr. Der japanische Leistungsbilanzsaldo hat sich sogar um 8,2 Prozent auf 14,4 Milliarden Dollar verringert.

mhf