Welcher Name? Welche Hymne? Welcher Feiertag? – Ein Nachtrag

Carola Stern

Publizistin

1. Da bin ich sicher: „Republik Deutschland“ sollten wir uns nennen, einen neuen Namen für den neuen Anfang wählen, einen Namen, der nicht nur ausdrückt, wer wir sind, sondern auch, was wir sein wollen. Allein „Deutschland“ als Staatsbezeichnung, das löst bei mir Beklemmung aus. Auch die Erinnerung an Fußballfans in Fußballstadien.

2. Da bin ich realistisch. Erfahrung lehrt, daß es keinen Sinn hat, Nationalhymnen „aus der Taufe heben“ zu wollen. Theodor Heuss hat das erfahren. (Nicht mal bei Parteiliedern gelingt so etwas, wie die SPD kürzlich erst bewiesen hat.) Also bleiben wir bei der dritten Strophe des Deutschlandliedes. Die ist ja auch ganz schön.

3. Da setze ich mich von der gegenwärtigen Mehrheit ab: Der Nationalfeiertag der Deutschen, das sollte künftig jenes Datum sein, an dem durch Volksabstimmung eine neue deutsche Verfassung in Kraft gesetzt worden ist.

Volker Braun