DIE ZEIT

Daten aus Dublin

Das große Lob, das dem irischen Premier Charles Haughey am Ende des Dubliner Gipfels gezollt wurde, war verdient. Mit sicherem Gespür für die Empfindlichkeiten der Europäer, aber auch mit einem natürlichen Sinn für die Darstellungschancen, die sich aus einer erfolgreichen EG-Prasidentschaft ergeben, führte er die Staats- und Regierungschefs über einen Gipfel, dessen Bewältigung sie sich vor einem halben Jahr selber noch nicht zugetraut hätten.

Paradegast Mandela

Nelson Mandela, der schwarze Führer Südafrikas, wurde in New York von Hunderttausenden mit Jubel und Konfetti empfangen wie einst General McArthur, als er siegreich heimkehrte.

Dämpfer

Als Oskar Lafontaine nach dem Amt des ersten gesamtdeutschen Vorsitzenden der SPD griff, zog er sich den Vorwurf zu, alles auf einmal zu wollen.

"Unser nunmehr fertiges Vaterland"

In einem weitverbreiteten amerikanischen Nachschlagewerk, dem "Random House Dictionary of the English Language", Erscheinungsjahr 1987, steht auf Seite 80! unter dem Stichwort "Germany" die Eintragung: "a former country in central Europe, having Berlin as US capital .

Worte der Woche

"Deutschland vereinigt sich und wird voraussichtlich der Nato angehören. Japan wird zu einer entscheidenden Kraft im Fernen Osten.

"Nein, ich war kein Held"

Fast zwei Jahrzehnte nach seiner Entlassung wird der Völkerrechtler Joachim Schulz rehabilitiert

Zeitspiegel

Nanu, noch ein Magazin! Wir Fußballfreunde staunten nicht schlecht, als am Montag beim Aufschlagen des über alles geschätzten Sportteils der Süddeutschen Zeitung ein Supplement auf den Frühstückstisch flatterte.

Herr über Dur und Moll

Ansonsten habe er nichts in jenem Amtszimmer verändert, in dem schon Willi Stoph und Hans Modrow residiert hatten. Nur die eine Graphik habe er sich mitgebracht: "Der Prediger in der Wüste.

Deutsche Symbole

1. Da bin ich sicher: "Republik Deutschland" sollten wir uns nennen, einen neuen Namen für den neuen Anfang wählen, einen Namen, der nicht nur ausdrückt, wer wir sind, sondern auch, was wir sein wollen.

Stagnieren unter Zeitdruck

Die Verhandlungen über die künftige Sicherheitsstruktur Deutschlands kommen nicht voran

Nicaragua: Der lange Weg zur Versöhnung

Das Bild im bescheidenen Präsidentenzimmer zeigt in erdigen Farben eine sitzende Frau, um sie herum einen Mann und Kinder, zu ihren Füßen einen Hund.

Bonner Bühne: Das Problem in Person

Im fernen Spanien erholt sich Oskar Lafontaine. Ein Buch will er schreiben über das moderne neue Deutschland, europäisch gesonnen und nicht national zentriert, eine Regierungserklärung nach seiner Art.

Denken an Deutschland: Ängste in Israel

Die beiden deutschen Fahnen, die neben der israelischen Flagge vor der Knesset gehißt wurden, wirkten äußerst befremdend. In der Mitte der Davidstern und daneben gleich zweimal Schwarz-Rot-Gold – einmal mit Hammer und Zirkel, einmal ohne.

Rückblick: Polen: Walesas Alleingänge

Manche kritisierten den rüden Ton, andere das flache politische Niveau, als am vergangenen Wochenende die Mitglieder des Bürgerkomitees der Solidarnosc bei Lech Walesa sechs Stunden lang über dessen Zukunft stritten.

Wohnungsnot I: Miethaie zu Fischstäbchen

Auf dem Platz vor der Baubehörde in der Innenstadt wird – wie sich das gehört – gebaut. Hier entstehen "Büros und Ladenflächen für die Ansprüche von morgen".

Wohnungsnot II: Da wird konfisziert

Die eigentlichen Hauptakteure sitzen verschüchtert in einem Reisebus: Argwöhnisch beobachten 23 Asylsuchende vom Fahrbahnrand aus das turbulente Geschehen in der Jordanstraße.

Die Zahlen zum Tag X

Das Kräftemessen zwischen den beiden deutschen Staaten ist Geschichte – eine alte Geschichte. Experten aus aller Welt haben in der Vergangenheit die Rechner heißlaufen lassen, um die beiden Wirtschaftssysteme Zahl für Zahl miteinander zu vergleichen.

Der Neubeginn

Die Währungsunion stellt hohe Ansprüche an die DDR wie an die Bundesrepublik

Straßengebühr für Lastwagen: Besser als gar nichts

Wenn Politiker Gerichte bemühen, ist das meist ein Zeichen von Schwäche und Unvermögen. Ganz sicher trifft das auf den juristischen Blitzschlag zu, mit dem die EG-Kommission in letzter Minute doch noch die deutsche Straßengebühr für Schwerlastwagen stoppen will.

Bonner Kulisse

Daß der Bonner Forschungsminister nichts mit militärischer Forschung zu tun haben will, ist dem Zivilisten Heinz Riesenhuber sicher nicht zu verübeln.

Heinz-Günter Kemmer:: Willkommene Hilferufe

Wenn ein so ehrenwerter Mann wie der PreussenElektra-Chef Hermann Krämer beteuert, die Initiative zur Beteiligung westdeutscher Stromkonzerne an der Versorgung der DDR sei von eben dieser DDR ausgegangen, dann ist daran nicht zu zweifeln.

DDR-Geld: Nachruf auf eine Währung

Straßenfest in der Potsdamer Fußgängerzone am vergangenen Wochenende. Rock- und Countrybands spielen unter dem Signum einer westdeutschen Versicherung.

Modell mit Mängeln

In der Bundesrepublik wird zu oft gegen die Prinzipien der Marktwirtschaft verstoßen

Beim großen Fressen verschluckt

Wir müssen zusammenhalten, damit Jacobs Suchard als David unter den Goliaths auf dem Markt bestehen kann, hatte Klaus Jacobs seine Manager vor vier Jahren noch beschworen.

Die halbe Wahrheit

Theo Waigel und seine Beamten: sie haben ganze Arbeit geleistet. Trotz der starken Beanspruchung durch den Staatsvertrag über die Wirtschafts-, Währungs- und Sozialunion konnte der Bundesfinanzminister den Entwurf des Bundeshaushalts 1991 dem Kabinett noch vor der Sommerpause vorlegen.

Rudolf Engen: Feindbild Mars

Immer wenn die künftigen Bündnis- und Sicherheitsstrukturen in Europa den führenden Politikern der Welt wieder Kopfschmerzen bereiten, macht die Europäische Management- und Marketing-Agentur (EMMA) Überstunden, um Lösungsvorschläge anzubieten.

ZEIT/Südprojekt-Prognose: Bonus für deutsche Aktien

Zuversichtlich können die Besitzer deutscher Aktien dem zweiten Halbjahr entgegensehen. An der Börse scheint sich die Auffassung durchzusetzen, daß die Vereinigung der beiden deutschen Staaten für die Unternehmen in der Bundesrepublik mehr Vor- als Nachteile bringt.

Die Methode

Die ZEIT und die Münchner Analysefirma Südprojekt haben namhafte Banken und Finanzinstitute eingeladen, sich daran zu beteiligen.

Markt-Report: Deutsche Bullen

Seitdem der deutsch-deutsche Staatsvertrag unter Dach und Fach ist, fühlen sich Frankfurts Börsianer bullish. Dieser Optimismus, symbolisiert durch den Bullen, führte in den vergangenen Tagen zu einem Kursaufschwung, wie ihn der deutsche Aktienmarkt schon lange nicht mehr erlebt hat.

Bank und Börse: Der günstige Festzins trügt

Bausparkassen hatten in den letzten zehn Jahren keinen leichten Stand: Blühte das Geschäft insbesondere in den sechziger Jahren noch, flossen die Geldeingänge in den siebziger und Anfang der achtziger Jahre immer spärlicher.

Manager und Märkte

Otto-Versand: Die Nase vorn Neue Heimat: Doblinger macht Kasse DDR-Berater: Seltsame Sumpfblüten

Medien: Konkurrenz vom Ersten

Für Professor Hartwig Keim wäre es ein traumatisches Erlebnis: Boris Becker und Steffi Graf erkämpfen einen deutschen Doppelsieg auf dem ehrwürdigen Centre Court in Wimbledon – und die Zuschauer von ARD und ZDF schauten dabei in die Röhre.

Loch in der Kasse

Der Internationale Währungsfonds registriert für das erste Quartal 1990 für fast alle entwickelten Länder eine beschleunigte Erhöhung der Verbraucherpreise.

Gerd Bucerius zu Fragen der Zeit: Die alten Gebetsmühlen

Natürlich: Ob die Stalin-Noten von 1952 ernst gemeint waren (er bot dem Westen die Wiedervereinigung Deutschlands an, gegen die Neutralität Deutschlands mit kleinem, natürlich nicht atomarem Heer), wird die Historiker immer wieder beschäftigen.

Angriff auf das andere Geschlecht

NEW YORK. – Wer über Vergewaltigung sprechen will, hat es schwer, die richtigen Worte zu finden.............................

Geborgen, gefangen im islamischen Haus

LONDON. – Als ich vor acht Jahren zum letzten Mal in das ländliche Algerien zurückkehrte, zeigte sich Mémé, meine algerische "Adoptivmutter", äußerst ungehalten über die Situation im Lande.

Die Sanktionen müssen bleiben

Zum einen haben die Sanktionen zweifellos zu der Überzeugung der südafrikanischen Regierung beigetragen, daß die politischen Bewegungen der Schwarzen zugelassen und in Verhandlungen über eine neue Landesverfassung einbezogen werden müßten.

VOR VIERZIG JAHREN: Probekrieg in Korea

Daß der sowjetische Angriff in Korea nur erfolgen konnte, weil die Amerikaner geschlafen haben, wird vermutlich nun auch in Washington erkannt worden sein.

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