Das Telephonieren, zu Hause ein alltäglicher Vorgang, kann im Ausland zum Problem werden. Die öffentlichen Fernsprecher kassieren die Gebühren auf unterschiedliche Art.

Wer einen Apparat neben seinem Hotelbett vorfindet, braucht sich zwar nicht mit den Tücken der Telephonzellen zu befassen, doch der Ärger kommt meist mit der Rechnung: Die Hoteliers kassieren in der Regel mit.

Wer Geld sparen will, benutzt deshalb die öffentlichen Apparate. In Österreich braucht er dazu 1-, 5- oder 10-Schilling-Münzen. Davon allerdings eine ganze Menge: Eine Minute kostet montags bis freitags zwischen 8 und 18 Uhr 8,67 Schilling, also etwa 1,25 Mark. Nach 18 Uhr sowie sonnabends und sonntags sind knapp sieben Schilling zu zahlen. Gerade bei langen Ferngesprächen ist es sinnvoll, das Kartentelephon anstelle des Münzapparates zu benutzen. Die Karten gibt es bei den Postämtern; sie machen das Telephonieren außerdem billiger.

100-, 200-, oder 500-Lire-Stücke braucht man für italienische Telephonzellen, die außerdem spezielle Jetons schlucken. Ein Gespräch nach Deutschland, das drei Minuten dauert, kostet 4313 Lire, etwa 5,90 Mark. Sonntags und nachts zwischen 22 und 8 Uhr reduziert sich der Preis auf 3486 Lire.

Die internationalen Münzfernsprecher in Spanien schlucken 5-, 10-, 50- und 100-Peseten-Stücke. „Aber für unter 100 Peseten (etwa 1,50 Mark) kommt das Ferngespräch praktisch gar nicht erst zustande“, sagt Carlota Nohl vom spanischen Fremdenverkehrsverband. Pro Einheit werden 3,9 Peseten fällig. Dafür kann man zwischen 8 und 22 Uhr gerade mal 2,05 Sekunden mit Deutschland sprechen, nachts zwischen 22 und 8 Uhr 2,98 Sekunden lang. Ein Dreiminutenanruf von einer Telephonzelle als kommt so auf knapp 480 Peseten, etwa 7,20 Mark.

Die grauen Telephonzellen in Frankreich nehmen meist gar kein Bargeld mehr an: „Die Umstellung auf Karten ist viel weiter fortgeschritten als in Deutschland“, heißt es beim französischen Verkehrsbüro. Telephonkarten gibt es bei der Post, in Tabak- und größeren Zeitschriftenläden; die billigste Karte kostet 40 Francs (circa 15 Mark) Der Basistarif für Gespräche nach Deutschland, der sich je nach Gesprichsdauer schnell erhöht, liegt bei 4,50 Francs; montags bis freitags ab 21.30, sonnabends ab 14 Uhr sowie sonntags gilt der ermäßigte Preis von 3,05 Francs.

Wer in der Türkei telephonieren will, muß dafür Jetons bei der Post kaufen. Obwohl es auch kleine und mittlere Wertmarken gibt, lohnen sich für das Ferngespräch nur große Jetons Die kosten etwa eine Mark – für ein Gespräch nach Deutschland sollte man gleich mehrere davon kaufen, um nicht sofort wieder unterbrochen zu werden.