Anfang Dezember wird eine EG-Regierungskonferenz über die Schaffung einer Europäischen Währungsunion beraten. Eine Expertenrunde unter dem Vorsitz von Jacques Delors, dem Präsidenten der Brüsseler EG-Kommission, hat ein Drei-Stufen-Programm vorgeschlagen.

In der ersten Stufe, die am 1. Juli in Kraft getreten ist, bemühen sich die Zwölf, ihre Wirtschafts- und Währungspolitik enger zu koordinieren. Der Ausschuß der Chefs der EG-Notenbanken wird aufgewertet und mit größeren Befugnissen ausgestattet.

Die zweite Stufe ist eine (von manchen Fachleuten als überflüssig angesehene) „Übergangsstufe“, in der die künftigen Strukturen und Organe der Europäischen Währungsunion eingerichtet werden.

In der dritten Stufe beginnt die einheitliche Geldpolitik mit unverrückbaren Wechselkursen. Dafür zuständig ist dann eine – wie auch immer geartete – EG-Zentralbank. Am Schluß des Prozesses steht eine einheitliche europäische Währung, der Ecu.