Wenn nicht alles täuscht, müssen sich die Deutschen in der nächsten Zeit wieder an höhere Inflationsraten gewöhnen: Der Anstieg der Verbraucherpreise hat nach Angaben des Statistischen Bundesamts im September einen neuen Jahreshöchststand erreicht.

Um genau 3,0 Prozent wurde die Lebenshaltung aller privaten Haushalte in der Bundesrepublik gegenüber dem Vorjahr teurer, errechnete die Wiesbadener Behörde. Schon im August war die Rate auf 2,8 Prozent gestiegen.

Ein wesentlicher Grund für die Inflationsbeschleunigung – allein von August auf September erhöhten sich die Preise um 0,4 Prozent – ist die Golfkrise, die die Mineralölkonzerne nutzten, um Benzin und Heizöl überdurchschnittlich zu verteuern.

Noch stärker trifft die Entwicklung auf den Rohölmärkten allerdings die Japaner: Ihre Verbraucherpreise legten von August auf September um ein ganzes Prozent zu. Die Inflationsrate auf der Insel beträgt jetzt 3,1 Prozent.

Von ihren Rekordwerten in den siebziger Jahren sind die derzeitigen Inflationsraten freilich noch weit entfernt. Der Höchststand in der Bundesrepublik betrug im Jahre 1974 beispielsweise 7,0 Prozent. ls