Eine Reise nach Japan muß nicht unerschwinglich sein. Wer sich vorher informiert und günstige Angebote ausnutzt, kann während eines Urlaubs im Fernen Osten viel Geld sparen.

Seit Jahren kämpft Japan mit dem Image, als eines der weltweit teuersten Reiseländer zu gelten. In einer von der japanischen Tourismusbehörde in Auftrag gegebenen Studie über die teuersten Städte der Welt allerdings rangiert Tokio hinter London, New York, Frankfurt und Paris erst an fünfter Stelle – Kyoto folgt gar erst auf Platz 15.

Um die Preise international vergleichbar zu machen, wurden jeweils die Übernachtung in einem First-Class-Hotel, ein Steak-Essen in einem Restaurant mittlerer Preisklasse einschließlich einer Flasche Hauswein, ein einfacher Whisky an der Hotelbar, eine Fast-food-Mahlzeit und eine fünf Kilometer lange Taxifahrt zugrunde gelegt.

Doch die rechte Reisefreude mag nicht aufkommen, wenn ein dreitägiger Aufenthalt in der Hauptstadt Nippons immer noch mit rund 1500 Mark zu Buche schlägt. Dem kostenbewußten Japanreisenden bieten sich aber zahlreiche Möglichkeiten, die Reisekasse zu schonen.

Wer sich vor der Abreise bei japanischen Reisebüros oder bei Japan Airlines einen Berechtigungsschein für den "Japan Rail Pass" besorgt, kann das gesamte Schienen- und Busliniennetz von Japan Railways benutzen. Der Pass, der gegen Vorlage des Berechtigungsscheines an den japanischen Großbahnhöfen ausgestellt wird, kostet für sieben Tage rund 300 Mark, vierzehn Tage knapp 500 Mark, drei Wochen um 600 Mark.

Die Broschüre "Reasonable Accomodations in Japan" enthält eine Liste von 193 Unterkünften zu Preisen zwischen 40 und 80 Mark. Die Liste "Minshuku in Japan" informiert über 300 Minshukus, einfache japanische Pensionen, wo für rund 55 Mark neben der Futon-Matratze auch Frühstück und Abendessen inbegriffen sind.

Auskunft über 280 Pensionen im westlichen Stil gibt "Pensions in Japan". Die Übernachtung mit Halbpension kostet dort rund 80 Mark. Es ist ratsam, die Zimmer etwa vier Wochen vorher schriftlich oder telephonisch vorzubestellen. Billige Ruhestätten gibt es in Tokio und Kyoto in "Guest Houses" und "Foreigner Houses" schon für rund vierzehn Mark. Wegen des häufig heruntergekommenen Zustandes sind sie jedoch nur nervenstarken Rucksacktouristen zu empfehlen.