"Ich trage eine rote Gacke", hatte dat Sanne gesagt, und ich hatte träumerisch wiederholt: "Ein rotes Gäxken." – "Jenau", meinte dat Sanne.

Lieber Herr Gesus, sei unser Jast.

Da ich, obzwar in Hamburg geboren und entsprechend stolz darauf, genetisch Halb-Bochumer bin, darf ich die Leute nachäffen, ohne gehauen zu werden. Mehr noch: Ohne daß sie es merken. "Für einen Hamburger", denken sie sich, "kann man ihn ranz rut verstehen."

Jochen-der-Stift sagt: "Da haben wir uns ja dermaßen einen reingebrannt, letztes Jahr, am Tag des..."

"Am Tag des was?"

"Am Tag des Kruges."

Und plötzlich fällt es mir wieder ein. Vor vier Jahren hatte ich in der ZEIT den Id an chrúiscin proklamiert, den Tag des Kruges, den 4. Oktober, den Tag, an dem Flann O’Brien zum erstenmal seine Kolumne "Cruiskeen Lawn" in der Irish Times veröffentlichte. Im Gegensatz zum Bloomsday. Und das, und das muß man sich mal vorstellen, das wird in Bochum gefeiert.