Wer in die Tropenregionen der Welt will, sollte sich grundsätzlich vor Malaria schützen. Die üblichen Chloroquin-Tabletten reichen dazu nicht überall aus – besonders im tropischen Afrika und in Südostasien sind die Erreger nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gegen diese Präparate inzwischen resistent. Hier sind andere Medikamente angezeigt, etwa Mefloquin. Zu den besonders gefährlichen Gebieten zählt der ADAC in seinem neuen Impfkalender auch Brasilien.

In einigen Andenstaaten, in Indonesien und auf den Philippinen, wo gelegentlich resistente Erreger auftreten, muß die Chloroquin-Vorsorge durch andere Präparate ergänzt werden. Bei der Reise in entlegene Teile dieser Länder empfiehlt es sich außerdem, ein Reservemedikament dabeizuhaben.

Allen Tropenreisenden, die nicht schon einmal an Hepatitis A erkrankt sind, der infektiösen Gelbsucht, rät der ADAC, kurz vor der Abreise mit Gammaglobulin einer möglichen Erkrankung vorzubeugen. Eine Spritze schützt drei Monate lang und kann vom Hausarzt verabreicht werden.

Impfungen gegen Gelbfieber sind bei Reisen ins tropische Afrika, in die Sahelzone oder den Senegal verbindlich vorgeschrieben. Aber auch wer in die tropischen Landesteile Venezuelas oder Kolumbiens reisen möchte, sollte sich spätestens zehn Tage vor der Reise bei einer der zuständigen Einrichtungen impfen lassen. Gesundheitsämter und Tropeninstitute kennen die Adressen.

Mit Cholera ist neuerdings wieder in Marokko und Tunesien zu rechnen. Nordafrikatouristen, die sich davor schützen wollen, können sich drei Wochen vor der Abreise im Abstand von einigen Tagen zwei Spritzen geben lassen.

Wer für längere Zeit in ländlichen Gebieten Südostasiens unterwegs sein möchte, etwa in Indien, Burma, Nepal, im Norden Thailands oder in Süd-China, sollte sich außerdem ein bis zwei Wochen vor der Abreise gegen japanische Encephalitis impfen lassen. Diese Gehirnhautentzündung kann tödlich verlaufen und tritt seit einiger Zeit häufiger auf.

Eine andere Form der Hirnhautentzündung, die Meningokokken-Meningitis, kann sich der Reisende in den Trockengebieten südlich der Sahara holen – auch davor schützt eine Impfung. F. D.