Strom kriegt sie nicht mehr, hängt aber noch an der Wand und ist flach genug, um unterm Arm mitzugehen. Die Zeiger sind auch nicht mit einem Ruck stehengeblieben, die Abrißglocke schlug weiter hinten zu, und als der Strom ausfiel, mußten noch Reserven im Kabel gesteckt haben, sie sackten und baumelten zum Schluß genau bei der 6. Die Wand blieb erst mal stehen, den Staub blies der Durchzug nicht überall weg, und das Zifferblatt blinzelte da durch. Regen trocknete den Staub, und Sonnenstreifen pusselten an dem Chromrand herum; bei diesem flutschigen Hin und Her sah die E Uhr manchmal wie vermummt aus.

Fielen Staubschichten ruckweise ab, ließen sie öfter die Zeiger frei, und die wirkten dann wie glattgepreßte Nasen. Manchmal klebten auf dem oberen Rand Höcker, die man für Hörner halten konnte. Und wenn auch ziemlich alles van ihr abbröckelte, eine Rutschpartie war das nicht, das waren Stürze. Die Abrißglocke mußte ganz hinten wieder zugeschlagen haben, die Wand brach zusammen, die E Uhr wurde aus den Fugen gerissen, hing aber noch an ihrem Kabel, schwankte und klapperte, und die Staubwolke blähte sich auf.

Das Kabel hielt nicht mehr lange, aufgeschlitzt war es schon, und ein Steinhagel pfuschte weiter. Nachdem die Stelle wieder genug Luft bekommen hatte, sackte die E Uhr Zentimeter um Zentimeter, ein paar eingeklemmte Drähte ließen nicht locker. Aber der Rutsch kam dann doch. Die E Uhr ging senkrecht runter und plumpste auf das Zifferblatt. Hinten guckte noch ein Gummiteil der Kabehmwandung wie ein Schwanzende heraus und wedelte sogar ein bißchen.