Asbestsanierungen könnten künftig weniger aufwendig werden, wenn eine weltweite Patentanmeldung der Firma Nippon Steel of Tokyo hält, was sie verspricht. Laut New Scientist (Bd. 127/90, Nr. 1736, S. 31) würde das Entfernen des Asbestes in Gebäuden entfallen zugunsten einer Beschichtung, die ein Freisetzen krebserzeugender Stäube verhindert. Bei dem Verfahren wird eine Mischung aus anorganischen und organischen Polymeren und aus Säure auf den Asbest gesprüht. Wenn sich die Polymerschicht verfestigt, dann bricht sie die gefährlichen Asbestnadeln und macht sie so dem Säureangriff besser zugänglich. Das Ergebnis sei eine feste Materialmasse, die weiterhin die erwünschte Feuerfestigkeit behalte, aber keine Stäube mehr abgebe.

Die Verölung von Stränden und Vögeln in der Deutschen Bucht geht überwiegend zurück auf Einleitungen aus der Schiffahrt. Wie das Bundesamt für Seeschiffahrt und Hydrographie (BSH, vormals Deutsches Hydrographisches Institut) mitteilt, haben Langzeituntersuchungen ergeben, „daß mehr als 90 Prozent der Vögel nicht durch Rohöl aus der Ölförderung umgekommen sind, sondern durch das illegale Einleiten von Bunkerölrückständen“. Ein vom BSH entwickeltes Analyseverfahren läßt in den Ölproben mehrere hundert Einzelkomponenten erkennen. Dieser „chemische Fingerabdruck“ erlaubt durch Vergleiche Rückschlüsse auf die Quelle. Das BSH hat im vergangenen Jahr mehr als 5000 Öltagebücher von Schiffen kontrolliert, in die alle Vorgänge einzutragen sind, die Bunker- und Schmieröle betreffen. In 121 Fällen verhängte es Bußgelder mit Beträgen zwischen 75 und 19 500 Mark. HST