Wem städtische Hallenbäder zu überfüllt sind, kann auch geruhsamer – und teurer – baden gehen: im Hotelpool.

Selbst wer keine Zimmerreservierung vorweisen kann, darf in vielen Hotels die Schwimmbäder und Fitneßeinrichtungen benutzen. Zum Beispiel in den Häusern der Marriott-Kette. Eine „exklusive Atmosphäre“ wird Gesundheitsbewußten in den „Health-Clubs“ im „Marriott“ Hamburg (Telephon 040/35 05-0) und München (Telephon 089/36 00 20) versprochen. Um die genießen zu können, muß man zuvor Clubmitglied werden und für das Jahresabonnement 975 beziehungsweise 900 Mark zahlen, kann dafür aber auch täglich unbegrenzt schwimmen. Darüber hinaus wird eine Zehnerkarte für 200 Mark angeboten. Im Preis inbegriffen sind jeweils Saunagänge, Gymnastik und die Benutzung des Whirlpools. Im Hamburger „Marriott“ gibt es auch ein Solarium. Vor Massenandrang schützt zweierlei: der saftige Preis und eine limitierte Abonnement-Auflage.

Sportfans, die Pool, Sauna und Fitneßgeräte im Berliner „Bristol Hotel Kempinski“ (Telephon 030/88 43 40) benutzen wollen, können das auch ohne Clubmitgliedschaft tun, und zwar für 30 Mark pro Tag ohne zeitliche Beschränkung. Im Eintrittspreis eingeschlossen sind Handtücher und, wenn der Vorrat reicht, ein Bademantel.

Ebenso kann man im „Inter-Continental“ in Hamburg Schwimmbad, Sauna und Sonnenbank gemeinsam mit den Hotelgästen benutzen. Für den Pool werden 10, für die Sauna 20 und für die Sonnenbank je nach Dauer zwischen 15 und 20 Mark berechnet. Massagen, für die man vorher einen Termin vereinbaren sollte, gibt’s für 30 Mark je halbe Stunde. Einzelmitgliedschaften für den hoteleigenen „Pool-Club“ schlagen jährlich mit 950 Mark zu Buche, das Familien-Abonnement wird für knapp 1700 Mark verkauft. Beide Dauerkarten erlauben zeitlich unbegrenztes Badevergnügen.

Für 15 Mark darf man im „Sheraton“ in München (Telephon 089/926 40) schwimmen, solange die Kräfte reichen. Wer überdies noch in der Sauna oder beim Körpertraining im Gymnastikstudio schwitzen will, zahlt für alles zusammen 25 Mark. Für eine halbstündige Massage werden 30, für die gleiche Zeit im Solarium 20 Mark verlangt.

Auch das zur Maritim-Gruppe gehörige „Golfhotel“ in Timmendorfer Strand (Telephon 04503/60 70) öffnet seine Fitneßräume großzügig für alle Sportsfreunde. Hier kann man für 14 Mark schwimmen gehen, Training im Gymnastikraum oder der Saunabesuch kosten 10 beziehungsweise 16 Mark.

Zwar sind die Einlaßmodalitäten im Düsseldorfer „Ramada Renaissance“ (Telephon 0211/621 60) ein bißchen kompliziert, dafür liegen die Preise hier aber auch um etliches niedriger als anderswo: Von morgens bis 14 Uhr sind für die Pool-Benutzung sechs Mark zu zahlen, danach das doppelte. Und für alle, die erst nachmittags ins Wasser steigen wollen, gilt: pünktlich sein. Denn wer nach 14 Uhr Einlaß begehrt, tut dies vergebens.

BW