Wieviel ist der Dollar wirklich wert? Um diese Frage wenigstens annähernd zu beantworten, wird häufig die Kaufkraft herangezogen. So hat das englische Wirtschaftsmagazin The Economist einen Big-Mac-Standard kreiert. Dahinter steht die Überlegung, daß Hamburger von McDonald’s weltweit den gleichen Wert haben und deshalb einen einheitlichen Maßstab darstellen. Vergleicht man also die Big-Mac-Preise in Frankfurt und New York, dann ergibt sich zur Zeit ein Wechselkurs von 1,70 bis 1,80 Mark.

Etwas mehr Mühe macht sich das Statistische Bundesamt in Wiesbaden. Es errechnet die Kaufkraft des Dollar anhand eines speziellen Warenkorbes. Das Ergebnis: Im Juli dieses Jahres wäre ein Dollarkurs von 2,02 Mark angemessen gewesen. Aber auch nach diesen verfeinerten Berechnungen richtet sich der Dollar nicht. Er notierte an den Devisenbörsen im Juli nur mit 1,60 Mark.

Die Berechnungen der Wiesbadener Statistiker sind freilich nur große Annäherungswerte. Auffallend ist jedoch die Entwicklung ihrer Ergebnisse in den vergangenen zwanzig Jahren. Während der offizielle Dollarkurs in dieser Zeit wie ein Jo-Jo zwischen 1,60 und 3,50 Mark hin und her pendelte, hat sich die Kaufkraftparität der amerikanischen Währung in der gleichen Zeit ganz ruhig entwickelt: kontinuierlich nach unten. Ohne große Kursausschläge ist sie von drei auf zwei Mark gefallen.