Politik

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Wirtschaft

"Die Protektionisten sind Sie!"

nicht bereit war, seine Märkte für Agrarprodukte zu öffnen, weil Europa darauf besteht, seine eigenen Probleme auf den Rücken der armen Bauern dieser Welt abzuladen, weil die Europäer ihre Grenzen für Film und Fernsehen nicht aufmachen wollen.

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Wissen

Das Züricher Modell

Für die deutschen Hochschulen ist es ein drückendes Problem Einerseits sollen sich Naturwissenschaft

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DIE ZEIT

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Chaos oder Reform – das ist hier die Frage. Wenn den Bürgern der Sowjetunion, die mit Entsetzen einem kalten Hungerwinter entgegensehen, nicht rasch und nachhaltig geholfen wird, dann bricht dort jegliche Ordnung zusammen.

Bleibt einfach alles, wie es ist?

Das Wahlergebnis steht nach allem, was man erfragen und erspüren kann, im großen und ganzen schon fest. Allenfalls um die Margen geht es noch – und darum, wie die Kräfte im konservativliberalen Bündnis verteilt sein werden.

Worte der Woche

„Nach umfangreichen Beratungen mit meinen Kollegen bin ich zu der Überzeugung gelangt, daß es im Sinne der Einheit der Partei und der Aussichten auf einen Sieg in Parlamentswahlen besser ist, wenn ich Platz mache.

Zeitspiegel

Wenn amerikanische Soldaten am Golf an den Flugzeugträger Forrestal denken, sinkt ihre Zuversicht – trotz oder gerade wegen der haushoch überlegenen Waffentechnologie.

Der Kandidat in der Gegenwelt

Mit einer pathetischen Bemerkung schloß Antje Vollmer (Die Grünen) jungst einen Kommentar zur Bundestagswahl am 2. Dezember ab.

Die Wahl schon vorher verloren

Langsam verstehe ich, daß Frauen in der Politik militant werden.“ Vor einem Jahr noch glaubte Angelika Barbe, SPD-Bundestagsabgeordnete aus Ostberlin und Präsidiumsmitglied der Partei, die Politikerinnen aus dem Westen seien „zu fordernd und aggressiv“.

Im Osten auf verlorenem Posten

Definieren Sie doch mal, Herr Finanzminister, den Unterschied zwischen Steuern und Abgaben. Wie teuer ist die Einheit? Wer soll das bezahlen? Theo Waigel kann solche Fragen nicht mehr hören.

Nicht anders, aber milder

Margaret Thatcher ist letztlich über die unpopuläre Kopfsteuer, die auf elf Prozent gestiegene Inflationsrate und die hohen Hypothekenzinsen gestürzt; dies waren die innenpolitischen Stolpersteine.

Eine Träne für die Lady

Es mag ja sein, daß mit dem Abschied Margaret Thatchers die britische Politik europäischer und abgewogener wird; das wäre erfreulich.

Rückblick: Bulgarien: Leere Kochtöpfe

Die Aussicht, den Winter mit knurrenden Mägen vor kalten Ofen verbringen zu müssen, verwandelt den Zorn der Bulgaren über die wirtschaftliche Misere und die politische Wirrnis eher in ohnmächtige Resignation als radikalen Aufruhr.

Weltbühne: Erntedank in der Wüste

Auf Schwierigkeiten stieß der Troß von George Bush erst ganz am Ende der Blitzreise des amerikanischen Präsidenten durch Europa und den Nahen Osten.

Nachlese: Golfkrise: Deutsche Widersprüche

Die Grünen hatten schon auf ihrem Parteitag im September beschlossen, eine Desertions-Kampagne in der Bundeswehr zu starten – für den Fall, daß der Einsatz deutscher Soldaten in der Golfregion beschlossen würde.

Bonner Bühne: Lauter blaue Wunder

Also, der Betrieb läuft ja noch weiter. Letzte Sitzung des Bundeskabinetts vor der Wahl. Die Ministerpräsidenten Čalfa und Roman aus der ČSFR und Rumänien in Bonn.

Volksdorf hilft Leningrad

Ein Spendenaufruf im lokalen Anzeigenblatt, zwei Annahmetage für Care-Pakete in der Schule, dazu Kaffee und Kuchen, eine Stellwand mit Photos von der letzten Klassenfahrt nach Leningrad.

Imperien der Not

Der Hungeralarm aus der Sowjetunion klingt schrill. Die heillose Flucht von Bürgern und Betrieben in die Kriegswirtschaft, verrammelte Ladentüren, Hamstern und Horten, die Verwandlung der Wohnungen in Warenlager – vieles daran erscheint nüchternen Beobachtern irrational.

Kohle macht blind

In drei Wochen dröhnt vielleicht unter unseren Füßen der Schrämlader“, rief der engagierte Cappenberger Apotheker Heinz-Gerdt Büter.

Autonomie: Wahlkampf gegen Bares

Den Grünen bleibt aber auch nichts erspart: Ökosozialisten, PDS-Sympathisanten, Fundis, Realos und jetzt auch noch dies: In der schleswig-holsteinischen Kreisstadt Rendsburg keimt eine anarchistische Zelle.

Wahlkreis 157: Kohls Rivale

Freitag morgen, kurz nach sechs, vor Werktor 12 der BASF verteilt der SPD-Bundestagsabgeordnete Manfred Reimann mitten im Schneeregen tapfer seine durchgeweichten Handzettel: „Ich muß um jede Stimme kämpfen“, bekennt der 62jährige gelernte Maschinenschlosser und ehemalige Geschäftsführer der IG Chemie.

Prozeß: Pistole ohne Patronen

Schwurgerichtssäle sind in aller Regel die Prunkstücke der Gerichtsbarkeit – riesig groß, zwei Etagen hoch und oft mit wuchtiger Holzvertäfelung ausgestattet.

Thälmannhaus: Wider die Reliquie

Mit dem Hamburger Thälmannhaus verhält es sich derzeit wie mit manchem Parteiobjekt in der ehemaligen DDR. Keiner weiß mit Sicherheit, wem das Haus gehört.

Politik im Glück

Der westdeutschen Wirtschaft geht es so gut wie noch nie – aber die Bundesregierung hat wichtige Weichenstellungen versäumt

Schrilles Alarmzeichen

Zu Beginn der Woche wiesen mehrere tausend Zivilbeschäftigte der alliierten Streitkräfte mit kurzen Warnstreiks auf ihre Zukunftsangst hin.

Wilfried Kratz:: Frischer Blick auf Brüssel

Werden sich die Briten Europa gegenüber gelöster fühlen, nachdem die Verteidigerin nationaler Souveränität – besser gesagt: ihrer eigenen Macht – nicht mehr Premierministerin ist? Mit Margaret Thatcher waren die Briten am Ende des europäischen Weges angelangt.

Privatisierung: Keimzelle

Der Countdown läuft: Bis zum kommenden Montag werden in der ehemaligen DDR rund 11 000 kleine Einzelhandelsgeschäfte und Gaststätten der einst staatlichen Handelsorganisation HO zur Privatisierung ausgeschrieben.

Bonner Kulisse

Vier Jahre lang waren sie ein Herz und eine Seele, jetzt zogen sie es vor, getrennte Wege zu gehen: der finanzpolitische Sprecher der CDU/CSU-Fraktion, Michael Glos, und sein FDP-Kollege Hermann Otto Solms.

Rundfunk: Farce

Fragen des Rundfunks, so steht es im Grundgesetz, sind Ländersache. Aus gutem Grund hatten die Alliierten nach dem Krieg darauf gedrungen.

Deutsche Bank: Das unbequeme Vermächtnis

Vor genau einem Jahr, am 30. November 1989, auf der morgendlichen Fahrt in sein Frankfurter Büro, wurde Alfred Herrhausen in Bad Homburg von RAF-Terroristen mit Hilfe einer ferngezündeten Bombe ermordet.

Reichsbahn: Brüchige Lebensader

Züge stoppten auf offener Strecke, Reisende verzweifelten in den Bahnhöfen, Fracht stapelte sich in den Lagerhallen. Die Lebensadern eines großen Landstriches waren zerschnitten.

Verkehrspolitik: Zurück zum Asphalt

Die Frage lautet: "Wie kommen die Turnschuhe von Wanne-Eickel nach Warschau?" Antwort des Annoncentextes im Fachblatt Deutsche Verkehrs-Zeitung: "Mit der Huber-Spedition! Dem Spezialisten in Sachen Transport von und in den Osten.

Affäre: „Der blanke Rassismus“

Dieser Satz sollte nie an die Öffentlichkeit dringen: „Unsere Tarife ... sind auf Personen nicht-weißer Abstammung nicht durchgehend unverändert anwendbar, auch dann nicht, wenn diese sich schon längere Zeit in der Bundesrepublik oder in West-Berlin aufhalten“, heißt es in einem internen Papier der Versicherungsgruppe Winterthur.

Hohner: Aus dem Takt geraten

Das waren noch Zeiten, als 1960 in dem Städtchen Trossingen am Rande des Schwarzwaldes der neue Musiksaal eingeweiht wurde. Kein Geringerer als der Komponist Paul Hindemith stand an diesem Tage am Dirigentenpult des Festkonzertes.

Volkswagen an der Spitze

Die westdeutsche Automobilindustrie bleibt auf Rekordjagd. Zum ersten Mal in ihrer Geschichte stellte sie in einem Monat eine halbe Million Fahrzeuge aller Art her.

Gift für die Aktien

Eine Zeitlang hatte es so ausgesehen, als würde der Deutsche Aktienindex (Dax) wieder die Marke von 1500 überspringen können; doch jetzt ist er erneut auf dem Rückzug.

ZEIT/Südprojekt-Prognose: Wende beim Dollar

Optimismus herrscht unter den Experten, die im Rahmen der ZEIT/Südprojekt-Prognose monatlich befragt werden: Nur wenige Fachleute sehen die Kurse an der deutschen und der japanischen Börse fallen, die meisten rechnen mit einem eher freundlichen Jahresausklang.

Die Methode

Die ZEIT und die Münchner Analysefirma Südprojekt haben namhafte Banken und Finanzinstitute eingeladen, sich daran zu beteiligen.

Unkalkulierbare Risiken

Wie geht es mit der Weltwirtschaft weiter? Nicht nur Politiker und Wirtschaftswissenschaftler grübeln darüber angestrengt nach, in welche Richtung der Konjunkturzug in den nächsten Monaten fahren wird: bergauf oder bergab? Die Frage treibt selbstverständlich auch Börsenspekulanten um – eine Antwort aber weiß keiner.

Manager und Märkte

Sowjetunion: Kreditwürdigkeit gleich Null Ostdeutschland: Millionen für Hausbesitzer Daimler-Benz: Harte Wehrtechnik

Amerikas Eiserne Lady

Hartnäckigkeit ist eines der meistgebrauchten Worte, wenn Amerikas Handelsbeauftragte Carla Hills beschrieben wird. Die 56jährige Juristin gilt als ausgesprochen kämpferische Verfechterin amerikanischer Interessen und Workaholic mit regelmäßigen Zwölf-Stunden-Arbeitstagen.

Frankreich: Nach dem großen Fressen

Den Leckerbissen ließen sich die Öffentlichkeitsarbeiter des Pariser Finanzministeriums nicht entgehen: „Die französischen Direktinvestitionen im Ausland haben sich seit 1986 verdreifacht“, freuten sie sich in einer breitgestreuten Studie.

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