Als nicht ganz dicht bezeichnen wir gerne Menschen, deren Intelligenz uns unzureichend erscheint. Der Ausdruck ist gar nicht so falsch, denn wenn die Blut-Hirnschranke undicht ist, dann bekommt das dem Gehirn nicht gut. Die sorgt nämlich dafür, daß die Blutgefäße im Gehirn nur Sauerstoff und fettlösliche Substanzen, wie Narkosemittel, passieren lassen. Daß Hirngefäße im Gegensatz zu anderen Gefäßen so dicht sind, besorgt die Verbindung der Endothelzellen in der inneren Gefäßschicht mit Fortsätzen von Sternzellen (Astrozyten) in der Gefäßwand. Diese tight junctions, hat der Biochemiker Werner Risau vom Institut für Theoretische Psychiatrie der Max-Planck-Gesellschaft, in einer Zellkultur als Modell seinen Kollegen in Cambridge kürzlich vorgestellt. Die Bluthirnschranke läßt sich mit Hilfe natürlicher Rezeptoren lockern und dadurch können im Huckepackverfahren Medikamente transportiert werden. Chemotherapeutika oder Nervenbotenstoffe können so an ihr sonst unerreichbares Ziel gelangen. Für die Arzneimittelprüfung spielt das eine große Rolle. HHB

Die großen Ohren dienen den Elefanten doch nicht, wie bisher angenommen, zum Abführen von Körperwärme. Nur acht Prozent der überschüssigen Hitze strahlen die Dickhäuter von den Ohren ab, hat T. M. Williams mit Infrarotbildern festgestellt. Dagegen kann der restliche Körper die Wärme drei- bis fünfmal besser ableiten als bisher gedacht. Das Fehlen eines Fells ermöglicht es den grauen Riesen offenbar, kühl zu bleiben. CS

Das erste Röntgenbild vom zunehmenden Mond hat der Röntgensatellit Rosat jetzt zur Erde gefunkt. Die auch optisch helle Seite des Erdtrabanten streut offenbar Röntgen-Quanten von der Sonne und hebt sich deutlich vom diffusen Hintergrund kosmischer Röntgenstrahlung ab. Die dunkle Seite des Mondes, die sich ja optisch nicht vom Nachthimmel abhebt, wirft auf der Röntgenaufnahme einen richtigen Schatten, weil der Mond die Hintergrundstrahlung absorbiert. CS