Wirtschaft

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DIE ZEIT

Schlechte Luft

Bäume seien Umweltverschmutzer, weil sie so viel Ozon abgeben, klagte einst Präsident Ronald Reagan. Jedes Kind weiß hier zu kontern: viele Bäume – gute Luft.

Zweierlei Maß

Einen Gewinner der Golfkrise gibt es schon: das Gewaltregime in Peking. Als es die Demokratiebewegung im Juni vergangenen Jahres niedergeschlagen hatte, sperrte ihm der Westen die Kredite; Besucher von Rang reisten nicht mehr ins Reich der Mitte.

Sühne für den Schießbefehl?

Auf den Haftbefehl für Erich Honecker haben die Angehörigen der Opfer des Schießbefehls ein Jahr lang warten müssen. Für ihr Rechtsempfinden war das ein Jahr zuviel.

Die letzte Chance?

Der große Knüppel liegt bereit, jetzt wird gesprochen. George Bush hält sich an die Doppelstrategie seines rauhbeinigen Amtsvorgängers Teddy Roosevelt, für alles gewappnet zu sein und gleichzeitig die Sprechverbindung mit dem Gegner zu suchen.

Zeitspiegel

Ganz Europa ist vom Joch des Kommunismus befreit. Ganz Europa? Nein, im Westen wehrt sich wacker ein Stamm und sein Häuptling.

Die acht Aufrechten

Nein, Häme über die Schlappe der Bonner Oko-Partei empfinden sie nicht. Dazu gibt das eigene Ergebnis – gerade einmal 5,9 Prozent für die Listenverbindung von Burgerbewegungen und Grünen – auch zuwenig her.

"Das Spiel ist aus"

Die Grünen müssen sich von Grund auf erneuern – ein ZEIT-Gespräch mit Antje Vollmer

Honoratiorenpartei auf Zeit?

Ist die Zeit der Grünen abgelaufen? Joschka Fischer hält dagegen. Er verlangt von seiner Partei eine radikale Strukturreform: Abschaffung der Rotation, Wahl eines Parteivorsitzenden, Doppelmandate für einen kleinen Kreis von Landes- und Bundespolitikern.

Noch Stolpersteine auf dem Weg

Während die Grünen einer tiefen Krise, wenn nicht dem Zerfall entgegentreiben und die Sozialdemokraten schmerzhafte Anläufe zu einem Wechsel an der Spitze unternehmen, muß das Regierungsbündnis zusehen, wie es im Stimmen- und Mandatswohlstand zurechtkommt.

Wolfgang Ebert: Schwerwiegender Verdacht

„Ich will mit offenen Karten spielen. Ihre Lage ist verteufelt ernst. Sie stehen unter dem dringenden Verdacht, an einer kriminellen Handlung beteiligt gewesen zu sein.

Der blockierte Staat

Etwas ist faul im Staate Frankreich. Erst kungeln und kassieren, dann amnestieren und suspendieren: Die Rede ist von der Parteien- und Wahlkampffinanzierung, ein trübes Stück über Politik und Moral, das in diesen Tagen keinen geringeren als Präsident François Mitterrand und seinen frischernannten Justizminister Henri Nallet zum Gegenstand hat.

Rückblick: Großbritannien: Majors Mannschaft

Der Alltag hat den neuen Hausherrn in Downing Street Nummer 10 schnell eingeholt. Die Wähler in Schottland zeigten sich wenig beeindruckt vom Wechsel an der Spitze der Regierung; bei zwei Nachwahlen fielen die Tories hinter die siegreiche Labour-Partei und die erstarkten schottischen Nationalisten auf den dritten Rang zurück.

Weltbühne: Abschied vom Vizepapst

Mit dem "Teufel in Person" würde er verhandeln, um Seelen zu retten, bekannte Papst Pius XI. vor sechs Jahrzehnten. Seitdem hatten die "Teufel", mit denen eine Weltkirche wie die römisch-katholische für sich und ihre Gläubigen diplomatische Überlebenskünste praktizierte, vielerlei Gestalt angenommen; sie hießen Hitler und Mussolini, Lenin und Breschnjew – wie früher Napoleon oder Bismarck.

Nachlese: Bulgarien: Die wirkliche Wende

Das Volk jubelte, als der Premier Andrej Lukanow vorige Woche seinen Hut nahm, die Zeitung Demokracija brachte die Freude der Bulgaren auf den Punkt: „Die letzte kommunistische Regierung ist gefallen“, titelte das regimekritische Blatt.

Die Vereinten Nationen

Die Vereinten Nationen (Uno) wurden am 26. Juni 1945 in San Francisco von fünfzig Staaten gegründet. Aufgabe der Uno ist die Sicherung des Weltfriedens durch Vermittlung und schiedsrichterliche Entscheidung, Beobachtung und Untersuchung von Konflikten, Entsendung von UN-Streitkräften, durch diplomatische, wirtschaftliche und militärische Sanktionen und durch Abrüstungsmaßnahmen.

Projektunterricht: Graureiher live

Das Thema lag nahe, nimmt der Gegenstand des Interesses doch in unmittelbarer Nachbarschaft seinen Anfang: "Der Rhein – ein fächerübergreifendes Unterrichtsprojekt" nannte die Arbeitsgruppe aus Lehrerinnen und Lehrern der Internatsschule Schloß Gaienhofen am Bodensee ihren Modellversuch.

23 Jahre Lärm: Ewig nur vorübergehend

Die Privatfliegerei ist eine schöne, wenn auch von den meisten Bundesbürgern eher distanziert betrachtete Sache. Wer will schon in seiner Nachbarschaft einen Flugplatz haben? Da sind die Anhänger jener mitunter geschäftlich, häufig rein privat betriebenen Passion schon dankbar, wenn sie einen gewichtigen Politiker in ihren Reihen wissen: Die Standortsuche gestaltet sich dann schon ein wenig leichter.

Auf Messers Schneide

Mit den Regeln des freien Wettbewerbs ist es wie mit der Bergpredigt: Jeder glaubt an sie, aber keiner hält sich daran. Zwar gehört es zu den Lehrsätzen der liberalen Orthodoxie, daß sich Nationen selber schaden, wenn sie ihre Wirtschaft abschirmen; daß es also vorteilhaft ist, auch einseitig die Grenzen für ausländische Waren zu öffnen.

Eine unglückliche Liebe

Der Pressetermin im Konferenzsaal des Bonner Wirtschaftsministeriums glich einer Betriebsversammlung. Die Journalisten sahen sich umringt von wehmütig dreinblickenden Sekretärinnen und ungläubigen Mitarbeitern Helmut Haussmanns.

Arbeitsplätze II: Abrüstung

Mindestens 1400 Beschäftigte bei der Daimler-Tochter MBB, 1000 bei Rheinmetall. .. Schon bald wird das nächste Rüstungsunternehmen einen massiven Stellenabbau ankündigen, weil die Geschäfte mit Panzern, Kanonen oder Kampfflugzeugen nur noch mäßig gehen.

Arbeitsplätze I: Entrüstung

Europas Parlamentarier schlagen Alarm. Die Krise in der Computerindustrie hat sie aufgeschreckt. In einer Entschließung werden der niederländische Elektroriese Philips, die französische Bull-Gruppe und der italienische Konzern Olivetti aufgefordert, die jüngst verkündeten Pläne erst einmal auszusetzen: Die drei Computerbauer wollen insgesamt fast 70 000 Stellen streichen.

Neuer Bundestag: Gewinne für die Beamtenfraktion

Auch wenn sich die neuen Bundestagsabgeordneten aus den ostdeutschen Landen gelegentlich noch mit Gesamtdeutschland schwertun – an ihrem neuen Status haben sie sich offenbar mit Leichtigkeit gewöhnt.

Golfkrise: Gefahr für die Quellen?

Shell-Chef Hans-Georg Pohl und sein Vorstandskollege Jürgen Durry waren sich nicht ganz einig. „Ich glaube nicht, daß mittelfristig eine wirklich fundamentale Beeinträchtigung der Förderkapazitäten Saudi-Arabiens möglich ist“, meint Pohl.

Rückzug auf dem Zenit

Allianz-Chef Wolfgang Schieren übergibt seinem Nachfolger Friedrich Schiefer ein kerngesundes Unternehmen

Der Ball hat Kanten

Die packendsten Begegnungen im französischen Profifußball finden derzeit Mitte der Woche statt, in den Spalten der Nachrichtenmagazine und in den Studios des Fernsehens.

Warnsignale vor dem Crash

Börsenberichte in den Vereinigten Staaten beschränken sich längst nicht auf die schlichte Wiedergabe der aktuellen Kurse: Mindestens ebenso wichtig ist für Anleger und Spekulanten der Umsatz, bei dem die Kurse zustande kommen.

Nur ein Strohfeuer

Als am vergangenen Wochenende die Verhandlungsbereitschaft der Amerikaner in Sachen Golfkonflikt bekanntwurde, reagierten die Aktienbörsen weltweit freundlich.

Weiter aufwärts

Ist Westdeutschland eine Insel der Seligen? Es hat fast den Anschein. Während in den Vereinigten Staaten, Großbritannien und neuerdings sogar in Japan konjunkturelle Schwächetendenzen immer deutlicher werden, boomt die westdeutsche Wirtschaft weiter.

Manager und Märkte

Tourismus: Brisante Einschreiben adidas: Nervöses Gespann Autoindustrie: Gestörte Harmonie

„Ein Teufelskreis“

In den achtziger Jahren galt er als Kassandra der Wall Street, heute lobt man seine präzisen Prognosen: James Grant, Chef von „Grant’s Interest Rates Observer“, warnte schon 1984 vor den Schuldenexzessen in Amerikas Wirtschaft.

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