Mitte Januar treffen sich am Arlberg Skilehrer aus aller Welt und zeigen ihr Können.

Wenn in St. Anton am Arlberg vom 12. bis 19. Januar 1991 Hunderte Skilehrer aus aller Herren Länder zum „Interski“-Kongreß zusammentreffen, läßt sich für den Laien nur schwer ahnen, was sich an Show hinter dieser nüchternen Bezeichnung verbirgt. „Interski“, das ist schlicht die Weltausstellung des Skilaufs: Profis demonstrieren den Skilehrplan in ästhetischer Form.

Schon seit dem Vorjahr studieren Österreichs Skilehrer ihr von sphärischen Klängen begleitetes Programm ein, das am Sonntag, dem 13. Januar, die Eröffnungszeremonie umrahmen wird. In die faszinierende Darbietung der Skilehrer werden erstmals, als Exempel für die neuen Sportgeräte, auch Snowboards eingebunden. Für das opening am Demohang, das bereits am Samstag, dem 12. Januar, um 17 Uhr mit Lasershow, Skiakrobatik und der Musik von Wolfgang Ambros den Kongreß einläutet, werden hundert Schilling (etwa 14 Mark) Eintritt verlangt.

An den folgenden Vormittagen (ab neun Uhr) präsentieren insgesamt sechzehn Nationen, von Neuseeland bis Kanada, ihre Skilehrtechniken. Nicht nur den Steilhangartisten gehört dabei die Aufmerksamkeit, auch Langläufer können Feinheiten von Skating und Diagonalschritt abschauen. Was als reine Show der Skilehrer wirkt, hat durchaus ernsthaften Hintergrund. Derart vergleichen die Profis alle vier Jahre die neuen Tendenzen in der Praxis. Dabei kann jeder als Beobachter profitieren. Die Darbietungen am Demohang können von der Seite gratis eingesehen werden.

Für 400 Schilling (etwa 57 Mark) pro Tag sichert man sich nicht nur einen Tribünenplatz, sondern auch den Eintritt zu Symposion, Workshop und Referaten, die den Kongreß begleiten und nachmittags im Dorfzentrum und in der Hauptschule stattfinden. Die Referate reichen von „Kompaktschnee, Schneekanone, Wasserhaushalt, Sicherheit“ bis „Das Erlebnis des Skiwanderns in Finnland“.

Zusätzlich wird „Interski“ auch eine starke Präsenz der „Special Olympics“-Teilnehmer aufweisen: Die Behindertensportler zeigen vom 13. bis 15. Januar ihr beeindruckendes Können und erwarten die Unterstützung internationaler Prominenz. Auskünfte: Verkehrsbüro St. Anton am Arlberg, A-6580 St. Anton, Tel. 0043-5446/226 90.

Fred Fettner