Dank der deutschen Einheit haben die japanischen Automobilhersteller 1990 erstmals deutlich mehr als eine halbe Million fabrikneue Personenwagen hierzulande verkauft, davon etwa 475 000 im Gebiet der alten Bundesrepublik. Zum Vergleich: 1989 waren es in Westdeutschland nur 422 000 Wagen. Die Fernost-Produzenten steigerten damit ihren Marktanteil (ohne Ex-DDR) von 14,9 auf 15,5 Prozent. Ihre stärksten Marken sind Mazda, Toyota und Nissan mit Marktanteilen von jeweils mehr als drei Prozent. Meistverkauftes japanisches Auto ist der Mazda-Kleinwagen 323. Obwohl sie über kein einziges Modell verfügen, das zu den fünfzehn populärsten Typen auf dem deutschen Markt zählt, waren die Japaner zusammengenommen erfolgreicher als alle deutschen Hersteller – mit einer Ausnahme: Opel. Die Tochter des amerikanischen Weltmarktführers General Motors gibt in diesem Jahr mächtig Gas – vor allem dank des besonders gelungenen und gefragten Modells Vectra. Der Opel-Marktanteil kletterte auf siebzehn Prozent und ist damit so dicht wie lange nicht an den VW-Wert ohne Audi\ und Seat von zwanzig Prozent herangekommen. In den fünf neuen Bundesländern hat Opel nach eigenen Hochrechnungen VW als beliebteste Automarke sogar überholt. Amtliche statistische Angaben über Neuzulassungen sind derzeit noch nicht verfügbar.