Schon bei Heinrich Böll ist die Moral recht einfach: Katharina Blum ist gut, und die Welt, besonders die Männerwelt, ist schlecht. Böse sind vor allem die Journalisten der Boulevardzeitungen, die hetzen und verleumden. Böse sind auch die Polizisten mit den harschen Verhörmethoden und den abstrusen Verschwörungstheorien. Katharina, die Reine, sucht in der rauhen Welt nach Zärtlichkeit – und wird zum Opfer einer bleiernen Zeit. Das Gretchen der siebziger Jahre wird fertiggemacht. Die Hatz nach den Terroristen fordert Tribut.