Auf der Nordsee wetteifern eine ganze Reihe von Reedereien um Gunst und Geld des Urlaubers. Die meisten der England-Touristen jedoch nutzen nach wie vor die zahllosen Kurzstrecken über den Kanal.

Die Fährgiganten P & O European Ferries sowie die Sealink Stena-Line haben ihre auf dem Kanal eingesetzten Schiffe in den letzten Jahren erheblich modernisiert. Die Preise bewegen sich – genanntsei hier nur die Route Calais-Dover – für eine Familie mit zwei Kindern und Pkw hin und zurück um die 812 Mark (P & O).

Beide Reedereien, P & O sowie Sealink, bieten auch Tickets nach Irland an. Abfahrten in den frühen Morgen- oder späten Abendstunden sind etwas günstiger.

Wer es wesentlich komfortabler – und nicht einmal teurer, manchmal sogar ein bißchen günstiger – haben möchte, sollte die längeren Überfahrten nach England nutzen. So bietet die zwischen Vlissingen/Holland und Sheerness/England pendelnde Olau-Line die Überfahrt mit Pkw und bis zu fünf Personen je nach Wochentag und Abfahrtszeit bereits für 550 bis 970 Mark (hin und zurück) plus Kabinenzuschlag an. Die Stena-Line verlangt auf der Route Hoek van Holland–Harwich für einen Pkw und bis zu sechs Personen zwischen 510 und 970 Mark (hin und zurück) plus Kabinenzuschlag.

Die wohl beste Verbindung nach Mittel- und Nordengland findet der Urlauber bei North Sea Ferries, die zwischen Rotterdam beziehungsweise Zeebrügge und dem englischen Hall verkehrt.

Weit weniger Auswahl hat der norddeutsche Passagier. Ihm bleibt, will er eine sieben- oder achtstündige Autobahnfahrt vermeiden, nur die von Hamburg nach Harwich fahrende Hamburg der dänischen Reederei Scandinavian Seaways, übrigens der einzige direkte Seeweg von Deutschland nach England. Aufgrund der langen Überfahrt ist dies auch die mit Abstand teuerste Route im England-Verkehr. Sie würde eine Familie mir zwei Kindern und Pkw inklusive Kabine mindestens 1796 Mark (hin und zurück) kosten.

Wer seine Fährpassage – ob nun Nord- oder Ostsee – in den Sommerferiei möglichst preiswert buchen möchte, sollte generell