In den fünf neuen Bundesländern droht einer ganzen Gesellschaft das Leben auf dem Sozialhilfeniveau." Dem ist nicht viel hinzuzufügen, und das tun Klaus Farin und Eberhard Seidel-Pielen auch nicht. Denn es ist einer der letzten Sätze ihrer Reportage über eine Jugend, deren gewalttätige Aktionen die Öffentlichkeit aufgeschreckt haben. Hier kommen all diejenigen Jugendlichen zu Wort, die bisher hauptsächlich über sich reden machten: Ausländer und Skinheads, Linke und Rechte, Mädchen und Jungs, Fußballfans und Autonome erzählen von sich und ihren Problemen. Farin und Seidel-Pielen decken dabei eine Fülle von Vorurteilen auf allen Seiten, Falschmeldungen seitens der Presse und verblüffende Gemeinsamkeiten zwischen den verfeindeten Gruppen auf.