Wer mit der Bahn verreist und die Koffer nicht selbst schleppen will, kann verschiedene Gepäckdienste der Bahn in Anspruch nehmen.

In den meisten größeren Bahnhöfen können Reisende einen Gepäckträger telephonisch vorbestellen; der bringt dann die Koffer zum Zug beziehungsweise erwartet den Bahnfahrer und sein Gepäck am Zielbahnhof. Für die beiden ersten Gepäckstücke werden 5 Mark verlangt, 2,50 Mark sind für jeden weiteren Koffer fällig.

Am Gepäcktransport beteiligen sich vielerorts auch Taxifahrer – Anruf genügt: Sie holen den avisierten Fahrgast von zu Hause ab und tragen ihm das Handgepäck bis an den Zug. Für die Droschkenkutscher gelten die gleichen Tarife wie für die Gepäckträger (die Fahrt wird natürlich extra berechnet). Die entsprechenden Telephonnummern zur Vorbestellung sind in der Broschüre "Wir kommen wie gerufen. Der Taxi- und DB Gepäckträger-Service" zu finden, die in den Bahnhöfen ausliegen.

Die Zugreisenden will die Bahn auch mit ihrem "Haus-Gepäckservice" entlasten: Die Koffer, Taschen und sogar das Fahrrad werden am Gepäckschalter aufgegeben und automatisch ans Ziel befördert. Wenn es am Wohn- oder am Urlaubsort keinen Bahnhof gibt, kann die Reise-Last auch beim Postamt zum Weitertransport abgeliefert werden.

Eine weitere Variante dieser Dienstleistung: Ein Spediteur oder ein Postbediensteter holt die Urlaubsfracht zu Hause ab beziehungsweise bringt sie am Zielort ins Hotel oder ins Ferienhaus. Die Gepäckstücke dürfen bis zu dreißig Kilogramm schwer sein und kosten 9,50 Mark pro Stück. Wiegen sie mehr, kommen nochmals 9,50 Mark hinzu. Für den Weitertransport zum Bahnhof oder ins Hotel differieren die Tarife.

Was so bequem zu sein scheint, hat allerdings einen Haken: Die Bahn stellt nur in der Zeit von Montag bis Freitag zu. Wer am Wochenende reist, muß die Koffer entweder rechtzeitig vorausschicken oder aber bis zum Dienstag warten, bis er seine Siebensachen wieder auspacken kann. Lediglich Postversender können Sack und Pack auch am Samstag in Empfang nehmen. Es kommt auch vor, daß das rechtzeitig verschickte Gepäck auf einen Anschlußzug zu warten hat und so mehrere Tage unterwegs ist.

Radfahrer, die ihr (zuweilen teures) Gefährt als Gepäckstück aufgeben, sollten daran denken, daß es bei der Bundesbahn auch wie eins behandelt wird, das heißt, daß es auf dem normalen Gepäckkarren transportiert wird, der meist mit Kisten und Koffern hochbeladen ist. lei