Die konjunkturelle Schwächephase in den westlichen Partnerländern der Bundesrepublik ist nach den Erkenntnissen der Bundesbank noch nicht überwunden. Allerdings sehen die Frankfurter Währungshüter Besserungszeichen sowohl in den USA als auch in Großbritannien. In Frankreich und Italien hingegen halte die wirtschaftliche Flaute weiterhin an.

Demgegenüber floriert die Wirtschaft in Westdeutschland weiterhin prächtig, wenngleich die Nachfrage "in ein etwas ruhigeres Fahrwasser" eingemündet sei, wie die Bundesbank in ihrem jüngsten Monatsbericht feststellt. Im zweiten Quartal wuchs das reale Bruttosozialprodukt danach um 4,5 Prozent.

Die positive Wirtschaftsentwicklung in den vergangenen Monaten kam dem Arbeitsmarkt spürbar zugute. Innerhalb eines Jahres stieg die Zahl der Erwerbstätigen um 565 000 auf 29,03 Millionen im Juli. Im August waren zudem 140 000 Menschen weniger arbeitslos gemeldet als noch ein Jahr zuvor. Gleichwohl stieg deren Zahl in den Sommermonaten von 1,69 Millionen Ende Juni auf 1,72 Millionen Ende August.

Obwohl der private Verbrauch der Westdeutschen weiter zugenommen hat – wovon besonders der Einzelhandel profitierte –, haben sie gleichzeitig mit 15,5 Prozent des verfügbaren Einkommens 0,5 Prozentpunkte mehr gespart als im Vorjahr.

Doch das gilt nicht für alle Verbraucher. "In ihrer Gesamtheit betrachtet, haben die privaten Haushalte in den Frühjahrsmonaten jedoch nicht nur relativ gespart, sie haben vielmehr auch ihre Kreditaufnahme für Konsumzwecke vergleichsweise stark ausgeweitet" heißt es in dem Bericht. mhf