Es geht abwärts auf dem westdeutschen Automarkt – freilich auf so hohem Niveau, daß es noch keinen Anlaß zu sorgenvollen Mienen gibt. Im Vergleich zum selben Monat 1990 erhielten im Oktober dieses Jahres 15,6 Prozent weniger neue Personenwagen in den alten Bundesländern ihre ersten Nummernschilder. Der Boom im ersten Dreivierteljahr war jedoch so ausgeprägt, daß für die ersten zehn Monate zusammengenommen immer noch ein Erstzulassungsplus von 17,5 Prozent herauskommt.

Absolut rollten mehr als drei Millionen Wagen vom Band auf die Straßen – die Favoriten zeigt die Tabelle. Im Osten Deutschlands waren es noch einmal schätzungsweise 650 000. Das große Geschäft im Osten machen – noch – die Importeure, die mehr als die Hälfte aller Neuwagen liefern. Führend sind dabei Franzosen und Japaner, die jeweils gut 15 Prozent Marktanteil erreicht haben, im Westen dagegen nur 8,6 und 13,7 Prozent. Alle Importeure zusammen bestritten im Westen 35,5 Prozent.