Wissen

Das russische Wunder

Im August 1991 erlebte ich in Moskau eine Volkserhebung, die gewaltlos war, aber vor Gewaltandrohung, vor Panzern und waffenstrotzenden Sondertruppen, nicht zurückwich — eine beherzte, wagemutige russische Revolution.

Leben mit der Angst

Gespräch und Aufklärung werden für die alltägliche ärztliche Tätigkeit zunehmend wichtiger.

Zähmung des Zufalls

gen. Auch wenn man kurzfristig gewinnen mag, auf lange Sicht ist am Vorteil der Bank nicht zu rütteln.

Elektronische Versuchung

Belesene Menschen — und erst recht fortgeschrittene Bibliomanen — werden den Untergang aller Kultur wieder ein Stück näher rücken sehen. Denn das „elektronische Buch" ist auf dem Markt.

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DIE ZEIT

Auf den Ruinen eines Reiches

Die Ukraine, das Land der konservativen Rebellionen und der nie geglückten Staatsgründungen, ist seit Wochenbeginn Europas vierte Atommacht.

Europa muß die Weichen stellen

In den letzten vierundzwanzig Monaten haben Regierungschefs und Minister unzählige Male über die Zukunft Europas beraten. Zwar waren die Anlässe verschieden: Siebener-Gipfel, Nato, WEU, KSZE, Europäischer Rat, Ministerrat der EG und Arbeitsbesuche aller Art.

Kleines Beben

Die das Leben der Union so mitspielt: Kaum hatte die größte Regierungsfraktion Wolfgang Schäuble an ihre Spitze gewählt und sich die Aussicht auf eigenen Glanz verschafft, gerät Helmut Kohls Regierungsmannschaft unter Druck – obwohl doch der Kanzler sich beim Schäuble-Revirement auf das Nötigste hatte beschränken wollen.

Zeitspiegel

Kommunikatoren sollen sie sein, unsere Politiker, im Fernsehen richtig „überkommen“ und möglichst so tun, als wüßten sie sofort die richtige Antwort auf jede unerwartete Frage.

Worte der Woche

„Wenn morgen alle osteuropäischen Länder der Gemeinschaft beitreten würden, müßte diese viermal soviel Hilfen bereitstellen, wie sie heute den strukturschwachen Gebieten in Portugal oder Irland gewährt.

Den Grabenkrieg überwinden

Am Fall des Rektors Fink ist die entschiedene Solidarisierung weiter Teile der Professoren- und Studentenschaft das Interessanteste.

Ein Leben halb und halb

Der Fall Fink, der Fall Gauck – Streit an der Humboldt-Universität: An ihren Akten sollt Ihr sie erkennen?

Geschäftsführer der CDU/CSU-Bundestagsfraktion: Der Neue in Kohls Seilschaft

Wenn Jürgen Rüttgers auf seine Uhr sieht, kann es einen Blick länger dauern, bis er weiß, was sie geschlagen hat: Das dunkle Zifferblatt dient weniger der Zeitansage, dafür um so mehr den Ansprüchen eines Liebhabers der Holographie: Bei Lichteinfall schillert ein dreidimensionaler Saturn auf der Oberfläche und lenkt ab vom Stand der Zeiger.

Am 9. und 10. Dezember treffen sich die Staats- und Regierungschefs der zwölf Gemeinschaftsländer in Maastricht Es geht um die politische Union und die Wirtschafts- und Währungsunion. Die Hoffnung auf einen Durchbruch zu mehr Einheit ist gedämpft.: Nur eine Etappe für Europa

Europas Regierungschefs hielt es in diesen Tagen nicht mehr in ihren Hauptstädten. Unentwegt jetteten sie kreuz und quer durch die zwölf Länder der Gemeinschaft, oft war bei ihrer Ankunft der eigene Außen- und Finanzminister gerade abgereist – sofern er nicht kurz nach dem Abflug seines Chefs eintraf.

Mehr Einsatz

Erst war die japanische Bevölkerung dagegen. Dann fehlte der Regierung die Mehrheit im Parlament. Schließlich war eine Verfassungsänderung ausgeschlossen.

KOLUMNE: Deutschland im Winter

Das Auditorium maximum der Humboldt-Universität war übervoll. Es mangelte an frischer Luft und Kontroversen. Zwei Tage zuvor hatte die Gauck-Behörde den Rektor Heinrich Fink als inoffiziellen Mitarbeiter der Stasi bezeichnet.

Bonner Bühne: An abgelegener Stelle

Der öffentliche Druck hilft ein bißchen. Mehr Leute melden sich und verlangen Informationen. Aber am Montag waren es wieder nicht mehr als zehn junge Leute, die sich vor der jugoslawischen Botschaft im Bonner Vorort Mehlem zur „Demo“ einfanden.

Weltbühne: Unter eigener Anklage

Mit drohend erhobener Spitzhacke zeichnen die Karikaturisten Francesco Cossiga, seit er als Italiens Staatsoberhaupt verkündet hat, er wolle dem verrotteten politischen System des Landes Schläge versetzen.

Heroin – billiger, reiner, mehr

Kurz vor dem Ziel, am bayerisch-tschechoslowakischen Grenzübergang Furth im Wald, endete die Schmuggelfahrt des Lastwagens aus Istanbul.

Bayern: Schandmaul

Der Gemeinderat von Röttenbach, einem Ort mit 4300 Einwohnern, war in der Kabarett-Szene bisher eine unbekannte Größe. Das könnte sich ändern.

Rentner in die Provence

„Die Franzosen haben Angst vor dem, was auf sie zukommt: vor dem neuen Deutschland, der neuen Unruhe, dem neuen Europa. Sie fürchten, daß die deutschen Rentner die Provence aufkaufen, daß Brüssel ihren Camembert wegen dubioser Vorschriften verbietet, daß Fiat Perrier übernehmen könnte.

Niedersachsen: Polacek auf dem Rechtsweg

Karl Polacek hofft auf den Rechtsstaat. Der Neonaziführer aus Österreich, der seit vielen Jahren im südniedersächsischen Dorf Mackenrode ein Schulungszentrum der rechtsradikalen Freiheitlichen Arbeiterpartei Deutschlands (FAP) betreibt, kämpft vor Gericht, um die gegen ihn verfügte Ausweisung abzuwenden.

Lieber Angst als Erfolg

Es herrscht in Deutschland wahrlich keine Begeisterung für die Europäische Währungsunion, die nächste Woche von den Staats- und Regierungschefs der EG lanciert werden soll.

Maria Huber:: Machtkampf um den Rubel

Seit vielen Monaten galt der Rubel im internen Zahlungsverkehr wie im russischen Sprachgebrauch nur noch als „Holzklasse“ – so billig wie die dritte Klasse der Eisenbahn nach dem Krieg.

Bonner Kulisse

Wer im Deutschen Bundestag auf sich hält, schmückt sich gern mit mehr oder minder treffenden Zitaten großer Geister aus der Weltgeschichte.

...und keiner guckt hin

Immer mehr Werbung geht von den Zeitschriften in die privaten Fernsehsender – zum Ärger der Zuschauer

Bundesbank: Ungeliebte Helfer

Furcht vor dem Verlust ihrer Unabhängigkeit treibt die Bundesbank um. Nicht aus Organisationsegoismus, sondern weil dann auch die Stabilität des Geldwertes in Gefahr sei.

Abschwung im Westen

Es geht abwärts auf dem westdeutschen Automarkt – freilich auf so hohem Niveau, daß es noch keinen Anlaß zu sorgenvollen Mienen gibt.

Rudolf Engen: Unter Glas

„Freizeitparks“, sagt Kollegin S. „Elf Millionen Besucher fürs erste Jahr in Euro-Disneyland programmiert, bei einem break even point von sieben Millionen! Und die Faszination, sich umweltfreundlich auszuleben.

Ölbranche: Die Farbe Lila

Bei der Auseinandersetzung um den einstigen ostdeutschen Benzinmonopolisten Minol wird mit harten Bandagen gekämpft

Spezialisten unter Druck

Hohe Gewinne, aber auch hohe Verluste: Nicht alle Anlageprofis hatten eine glückliche Hand

Manager und Märkte

Stinnes: Power im Reifengeschäft Wintershall: Preiskrieg ums Erdgas Deutsche Aerospace: Konkurrenz für Airbus

Horrende Zahlen

Alle Beteiligten hätten den „Wunsch und Willen“ geäußert, die Ausgaben zu begrenzen, verkündete Bundesgesundheitsministerin Gerda Hasselfeldt nach der Herbstsitzung der Konzertierten Aktion im Gesundheitswesen am Dienstag.

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