Von zahlreichen deutschen Flughäfen starten Chartermaschinen. Meist jedoch führen die Verbindungen nicht nonstop, sondern nur direkt zum Ziel – das bedeutet mit Zwischenlandung.

Die Jets des Charterunternehmens Condor heben von dreizehn deutschen Flughäfen ab, wobei allerdings die wenigsten Reiseziele nonstop angeflogen werden. Die Großraumjets zu Feriengebieten in Übersee starten fast alle in Frankfurt, so auch die zu den Zielen im karibischen Raum, die als Nonstopverbindungen neu im Winterflugplan stehen. Diese neuen Strecken führen nach San José in Costa Rica, nach San Juan auf Puerto Rico, nach Montego Bay auf Jamaika, nach Porlamar auf der venezolanischen Insel Margarita sowie nach Orlando in Florida.

Ab Berlin-Schönefeld beispielsweise werden zwar 27 Ziele angeboten, darunter elf Fernstrecken, nonstop und ohne Zwischenlandung können Condor-Fluggäste allerdings nur sechs Feriengebiete erreichen: die vier Kanarischen Inseln sowie Mallorca und als einziges Fernziel Mombasa in Kenia. Zu den anderen 21 Orten kommt man nur mit Direktflugverbindungen, das heißt mit einer oder mehreren Zwischenlandungen, oder man muß umsteigen. Vom Flughafen Köln/Bonn fliegt Condor lediglich nonstop nach Teneriffa, Gran Canaria und Mallorca. Nach Lanzarote zum Beispiel geht es über Leipzig, nach Cancun in Mexiko, nach Dakar im Senegal oder nach Havanna auf Kuba gelangt der Urlauber mit Condor von Köln aus nur über Frankfurt. Etwas besser sind die Münchner dran. Zu den neuen Condor-Winterzielen Chiang Mai und Surat Thani in Thailand sowie nach Neu-Dehli starten die Jets in der bayerischen Metropole.

Nur von sechs westdeutschen Flughäfen, von Düsseldorf, Hamburg, Hannover, München und Stuttgart, heben die Urlaubsflieger von Hapag-Lloyd ab. 23 Ziele, die meisten europanah, werden im Winter angeboten. Zu den Langstreckenverbindungen zählen bei Hapag-Lloyd Punta Cana und Puerto Plata in der Dominikanischen Republik, von Hamburg über Düsseldorf oder von München über Frankfurt zu erreichen, sowie Mombasa in Kenia von Hannover über München oder von Hamburg über Düsseldorf. Neu sind Nonstopflüge von Düsseldorf und Hamburg auf die Mittelmeerinsel Malta. Wer nach Kairo, Hurghada oder Luxor will, kann zwar in Frankfurt, Düsseldorf, Hannover und Hamburg einsteigen, muß aber in München und mindestens einmal in Ägypten zwischenlanden und ist acht Stunden unterwegs.

Die LTU hat im Winter eine Reihe neuer Ziele in den USA und in der Karibik aufgenommen. Jeweils am Montag fliegt LTU ab Düsseldorf (mit Zubringer von München) den mexikanischen Badeort Acapulco an. San José in Costa Rica wird jeden Mittwoch von Düsseldorf aus angesteuert (ebenfalls mit Zubringer ab München). Beide Male wird in Atlanta, US-Staat Georgia, zwischengelandet, auch ein neues Ziel. Ein weiterer neuer Nonstopflug führt jeden Freitag von Düsseldorf nach Orlando in Florida. Zweites Drehkreuz für LTU-Überseeflüge vor allem in Richtung Kenia und Fernost ist München.

Von Berlin-Schönefeld und Frankfurt geht es nonstop zu vier Kanarischen Inseln und nach Mallorca, von Köln auf die Kanaren, ebenso von Hamburg. Neues Flugziel im Mittelstreckenbereich ist Malta, das man jeden Mittwoch von Düsseldorf über München (Reisezeit rund viereinhalb Stunden) erreichen kann.

Flüge ohne Reisearrangement werden sowohl von den Veranstaltern als auch von den Charterflugunternehmen angeboten. Auskunft im Reisebüro. Helga Loka