Immer wenn die SPD auf ihrem Marsch zum Kanzleramt ins Stocken gerät, wendet sie. sich wegen konzeptioneller und taktischer Hilfe an die Europäische Management- und Marketing-Agentur (EMMA).

"Aber ganz diskret", übermittelt SPD-Bundesgeschäftsführer Blessing einen Herzenswunsch des SPD-Bundesvorsitzenden Björn Engholm.

"Selbstverständlich", versichert EMMA-Direktionsassistent Dr. Günter P., "only blessings in disguise." Während die SPD-Pressestelle deswegen im deutsch-englischen Wörterbuch nachschlägt, ruft Dr. P. die kreativen Köpfe der EMMA zum Brainstorming zusammen.

"Eine merkwürdige Situation", analysiert Kollege G., "auf der einen Seite der Bundeskanzler und CDU-Vorsitzende, der sich durch Kohlschlag rundum freie Sicht für jedermann auf sich als Denkmal der deutschen und europäischen Einigung geschaffen hat, der affärendurchsetzte Boden kann ihn fast nicht mehr tragen, rundum SPD, in den Ländern, im Meinungstrend – aber sie kommen nicht an ihn heran, weder Lafontaine noch Engholm oder Klose."

"Wir hatten diese Situation schon einmal", erklärt der ältere Kollege M., "als Adenauer alle um sich her niedergemacht hatte und die Troika Brandt, Schmidt, Wehner sich formierte."

"Aber", wendet Dr. P. ein, "da kamen erst noch Erhard und die Große Koalition. So lange kann die SPD diesmal nicht warten. Und die Geschichte wiederholt sich nicht."

"Aber die Troika ist da!" sagt M. "Engholm, Lafontaine, Klose. Wenn man sie nur zu einem Kandidaten zusammenrollen könnte – zu einem Björn Klotaine!"