Überraschend haben Ende der vergangenen Woche die amerikanische und die japanische Notenbank im Einvernehmen miteinander am Devisenmarkt interveniert. Sie verkauften Dollar für Yen, um den Dollar gegenüber der japanischen Währung zu drücken. Grund dafür ist das Bemühen der amerikanischen Regierung um einen ausgeglicheneren Handel mit Japan.

Das gemeinsame Vorgehen von Amerikanern und Japanern wirkt sich aber auch auf Europa aus. Nach der Intervention ist der Yen für die Europäer teurer und der Dollar billiger geworden. Dabei wünschen sich einige Regierungen in der Europäischen Gemeinschaft, vor allem die Franzosen, einen stärkeren Dollar, um ihrerseits Handelsbilanzdefizite abzubauen.

Bilaterale Interventionen am Devisenmarkt zu dem Zweck, den Handel einer Region zum Ausgleich zu bringen, berücksichtigen eben nicht die Handelsbelange Dritter. Das gilt vor allem auch für die Entwicklungsländer, deren Wirtschaft häufig in besonderem Maß von der Entwicklung des Dollarkurses abhängig ist, die aber auf dessen Verlauf kaum einen Einfluß haben. he